Ungewöhnliche Mittel:

Mit Kinokarten auf Azubi-Suche

Auf der Jagd nach Lehrlingen werden im Land neue Wege beschritten. Denn der Fachkräftemangel wird für die Unternehmen spürbarer.

Es gibt mehr offene Stellen als Bewerber, deshalb greift so manche Firma auch zu ungewöhnlichen Mitteln, um Azubis zu gewinnen.
Maurizio Gambarini Es gibt mehr offene Stellen als Bewerber, deshalb greift so manche Firma auch zu ungewöhnlichen Mitteln, um Azubis zu gewinnen.

Fast alle Branchen bemühen sich um Nachwuchs, dabei könnte es so einfach sein: Ein Hotel von der Insel Usedom hatte bei der jüngsten Lehrstellen-Börse der Industrie- und Handelskammer (IHK) Neubrandenburg Waffeln gebacken und prompt die meisten Leute am Stand, berichtete IHK-Hauptgeschäftsführer Torsten Haasch am Montag bei einer Pressekonferenz zum Thema Fachkräfteinitiative „Durchstarten in MV“. Und das ist vielleicht ein ganz gutes Beispiel dafür, dass sich die Unternehmen im Land so einiges einfallen lassen müssen, um geeignete Bewerber zu finden. Denn derzeit gebe es zwar noch knapp 2000 unversorgte Bewerber, dem gegenüber stünden jedoch fast 3500 offene Stellen.

Da der Fachkräftemangel den Unternehmen im Land jedoch immer mehr auf den Nägeln brennt, wollen das Wirtschaftsministerium und die drei Industrie- und Handelskammern verstärkt nicht nur Schulabgängern eine Berufsausbildung schmackhaft machen. „Ein Ansatz ist, verstärkt auf Abiturienten und Studienabbrecher zuzugehen und ihnen eine Perspektive aufzuzeigen“, sagt Torsten Haasch.

Und auch die Unternehmen beschreiten neue Wege, um ihre Attraktivität für die Bewerber zu steigern. Laut einer Umfrage der IHK würde gut die Hälfte der befragten Unternehmen übertarifliche Löhne zahlen. Beliebt sind ebenfalls Zuschüsse zur Monatskarte für öffentliche Verkehrsmittel oder den Führerschein. Aber auch Kino-Jahreskarten oder die Übernahme von Kosten für den Fitnessclub gehören zu den Anreizen.

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