Was die Bauernregeln sagen:

Mücken wissen, wie der Winter wird

Wer mit offenen Augen durch die Natur geht und ein paar Bauernregeln kennt, kann schon jetzt erahnen, wie das Wetter in den kommenden Wochen wird.

Ob es in diesem Winter genügend von der weißen Pracht für einen Schneemann geben wird?
© yanlev - Fotolia Ob es in diesem Winter genügend von der weißen Pracht für einen Schneemann geben wird?

ENTWEDER:

"Zwiebelschale dünn und klein, soll der Winter milde sein."

Rein statistisch gesehen dürfte der kommende Winter relativ harmlos werden. Ein milder Januar sei nämlich immer dann zu erwarten, wenn der September zu warm war, heißt es auf der Internetseite bauernregeln.net. Kurz: „Ist der September lind, wird der Winter ein Kind.“ Und der September war laut Deutschem Wetterdienst (DWD) nicht nur lind, er war sogar „sehr warm“. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg lagen die Temperaturen 1,9 beziehungsweise 2,0 Grad über dem Durchschnitt.

Die Pflanzen wollen sich unterdessen noch nicht auf einen milden Winter festnageln lassen: „Fließt im Dezember noch der Birkensaft, dann kriegt der Winter keine Kraft.“ Ebenfalls zum Jahresende hin sollte man die Maulwurfshügel im Auge behalten. Denn: Viele kleine Hügel im Dezember deuten auf einen milden Hochwinter. Und wenn es im Spätherbst viele Mücken gab, auch dann ist ein gelinder Winter zu erwarten.

Hilfreich könnte auch die Betrachtung des vergangenen Sonnabends sein, als in katholischen Gegenden Allerheiligen gefeiert wurde. Die Regel zum Tag heißt: „Allerheiligen klar und helle, sitzt der Winter auf der Schwelle.“ Allerdings schien an diesem Tag in Neubrandenburg nur 4,1 Stunden lang die Sonne, in Anklam 2,6 Stunden und in Grünow bei Prenzlau 1,8 Stunden.

Wer möchte, kann auch auf das Wetter in den kommenden Tagen achten. So heißt es auf bauernregeln.net: Gibt es im ersten Drittel des Novembers viele Frosttage, so ist häufig die Zahl der Regentage im Januar überdurchschnittlich hoch oder es gibt sehr wenig Schnee.

ODER:

"Zwiebelschale dick und zäh, harter Winter herrjemine!"

Rein statistisch gesehen, dürfte der kommende Winter relativ ungemütlich werden. Ein kalter Januar sei nämlich immer dann zu erwarten, wenn der Oktober zu warm war, heißt es auf der Internetseite bauernregeln.net. Und der Oktober war laut Deutschem Wetterdienst (DWD) nicht nur etwas mild, er war sogar „ungewöhnlich warm“. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg lagen die Temperaturen 2,9 beziehungsweise 2,7 Grad über dem Durchschnitt. Er werde in Erinnerung bleiben als drittwärmster Oktober seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881.

Auch im Pflanzenreich gibt es untrügliche Anzeichen für einen Winter, der seinen Namen auch verdient hat. So heißt eine Bauernregel: „Viele Pilze im Herbst – strenger Winter wird’s“. Und wer in diesem Herbst nicht mit Blindheit geschlagen war, dem sollte die Pilzschwemme in den Wäldern der Region durchaus aufgefallen sein.

Wer wissen will, wie der Winter aus Sicht der Tiere wird, müsste schon einen etwas unhöflichen Blick auf die Hüften der sonst so schlanken Rehe werfen. Auf bauernregeln.net heißt es nämlich dazu: Wenn die Bewohner des Waldes sich eine dicke Speckschicht angefressen haben, werde der Winter hart. Das gelte auch, wenn sich die Mäuse tief eingraben.

Und schließlich gibt es auch noch einen untrüglichen Stichtag. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 Prozent folgt nach einem warmen Jakobitag (25. Juli) ein durchschnittlich zu kalter Januar. Der 25. Juli 2014 hatte in Neubrandenburg laut wetterkontor.de fast 27 Grad, in Anklam knapp 29 Grad und in Grünow bei Prenzlau glatte 26 Grad.

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