Rock gegen Rechtsextremismus:

Musik-Festival startet trotz Brandanschlags in Jamel

Vor zwei Wochen Stand die Scheune auf dem Hof der Familie Lohmeyer in Jamel lichterloh in Flammen. Ein Anschlag. Beim Festival am Wochenende rockt nun auch der Ministerpräsident mit.

Jens Büttner/Archiv Das Künstler-Ehepaar Birgit und Horst Lohmeyer am Tag nach dem Feuer vor den Resten ihrer abgebrannten Scheune. Zwei Wochen später die klare Botschaft: Das Musikfestival gegen Rechtsextremismus findet trotzdem statt.

Zwei Wochen nach dem Brandanschlag auf den Forsthof in Jamel beginnt am Freitag (18 Uhr) in dem Dorf bei Wismar das Musikfestival gegen Rechts, "Jamel rockt den Förster". Zum 9. Mal findet dieses nichtkommerzielle Musikfest statt, das vom Künstlerpaar Birgit und Horst Lohmeyer als Reaktion auf ständige Anfeindungen durch im Dorf lebende Neonazis initiiert worden war. Rund 650 Besucher waren im Vorjahr gekommen.

Der Brandanschlag, dem Mitte August die reetgedeckte Scheune des alten Forsthofs zum Opfer gefallen war, hatte die Aufmerksamkeit erneut auf diesen Ort gelenkt, den Rechtsextremisten für sich reklamieren. Neben Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) kündigte auch Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig ihren Besuch beim Festival an.

Weiterführende Links

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung