Prozess geplatzt:

Mutmaßlicher Rostocker Hooligan bleibt erstmal verschont

Der Mann soll einen Stein auf einen Polizisten geworfen haben. Vor Gericht wird der Fall vorerst aus einem ganz bestimmten Grund aber nicht verhandelt.

In Fußfesseln kam der Angeklagte ins Gericht. Sein Prozess endete, bevor er überhaupt angefangen hatte.
Bernd Wüstneck In Fußfesseln kam der Angeklagte ins Gericht. Sein Prozess endete, bevor er überhaupt angefangen hatte.

Der Prozess vor dem Landgericht Rostock gegen einen mutmaßlichen Hooligan wegen versuchten Totschlags ist geplatzt. Der Verteidiger des Rostocker Angeklagten hatte vergangene Woche die fehlerhafte Besetzung der Schöffen gerügt, sie waren aus einer falschen Liste ausgewählt worden. Wie das Gericht am Montag mitteilte, muss der Prozess nun neu terminiert werden. Ein gleichzeitig gestellter Befangenheitsantrag gegen die Kammer sei abgelehnt worden.

Das Oberlandesgericht muss nun prüfen, ob die Untersuchungshaft für den Angeklagten weiter aufrechterhalten wird. Der Mann war Mitte Dezember 2014 in Haft genommen worden, nach sechs Monaten muss die Haft laut Gesetz überprüft werden. Wie der Verteidiger sagte, ist diese Entscheidung noch nicht gefallen.

Der 32-jährige Angeklagte soll am Rande des Drittligaspiels zwischen Hansa Rostock und Dynamo Dresden im November 2014 einen gut zwei Kilo schweren Pflasterstein auf einen Polizisten geworfen haben. Der Beamte wurde dabei verletzt.