Erste Bewerbungsrunde um Fördermittel gestartet:

MV reicht 24 Projekte für Breitbandausbau ein

Nur die Hälfte der Internetnutzer in MV hat schon schnelles Internet, auf dem flachen Lande sind es gerade 15 Prozent. Das soll sich spürbar ändern. Die Landesregierung setzt dabei auf die massive Hilfe des Bundes.

Mit insgesamt 24 Projekten hat sich Mecklenburg-Vorpommern für das Bundesprogramm zum Breitbandausbau beworben. Damit soll künftig flächendeckend schnelles Surfen möglich werden.
Felix Kästle Mit insgesamt 24 Projekten hat sich Mecklenburg-Vorpommern für das Bundesprogramm zum Breitbandausbau beworben. Damit soll künftig flächendeckend schnelles Surfen möglich werden.

Mecklenburg-Vorpommern will den Rückstand beim schnellen Internet rasch aufholen und dabei massiv vom Milliarden schweren Förderprogramm des Bundes profitieren. "Es gibt keinen festen Verteilungsschlüssel für das Geld. Man muss also möglichst schnell sein, um dabei zu sein", betonte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) am Montag in Schwerin.

24 regionale Projekte habe das Land für die erste Bewerbungsrunde eingereicht, so viele, wie kein anderes Bundesland. Insgesamt 211 Kommunen im Nordosten würden bei einer Bewilligung profitieren, von Rehna im Westen bis Stolpe im Osten.

Schnelles Internet bis 2018

Für die Verbesserung der digitalen Infrastruktur stellt der Bund für die kommenden Jahre mehr als zwei Milliarden Euro bereit. Das Geld stammt aus der Versteigerung von Funkfrequenzlizenzen. Ziel der Bundesregierung ist es, in Deutschland bis 2018 flächendeckend leistungsfähige Internet-Anbindungen von 50 Mbit pro Sekunde zu gewährleisten.

Der Breitbandausbau sei vor allem in den ländlichen Regionen, wo im Nordosten im Schnitt erst 15 Prozent der Haushalte über schnelles Internet verfügten, auf staatliche Investitionsprogramme angewiesen, sagte Sellering. Der Bund fördere Ausbauvorhaben dort mit maximal 70 Prozent und diese hohe Förderung wolle Mecklenburg-Vorpommern umfassend nutzen.

Die Entscheidungen in der erste Bewerbungsrunde werden für März erwartet. Danach könnten die Ausschreibungen beginnen. Erst danach könne gesagt werden, wie hoch die Investitionen ausfallen. In einem Gutachten wurde der Investitionsbedarf allein in Mecklenburg-Vorpommern auf bis zu 2,3 Milliarden Euro geschätzt.

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