Etwa 20.000 Asylsuchende dieses Jahr erwartet:

MV stockt Personal für Flüchtlingsbetreuung auf

Mecklenburg-Vorpommern will 70 zusätzliche Kräfte in den 19 Notunterkünften des Landes beschäftigen. Innenminister Lorenz Caffier richtet zudem Forderungen an die Bundesregierung.

Jens Büttner Landesinnenminister Lorenz Caffier

Mit 70 zusätzlichen Kräften will die Landesregierung die Betreuung von Flüchtlingen in Mecklenburg- Vorpommern verbessern und deren Registrierung beschleunigen. Nach einem Aufruf des Innenministeriums hätten sich 40 Mitarbeiter aus der Landesverwaltung freiwillig zur Unterstützung bereiterklärt, teilte eine Sprecherin mit. Hinzu kämen rund 30 Absolventen der Verwaltungsfachschule in Güstrow. Sie würden die Betreuungsteams in den 19 Notunterkünften des Landes unterstützen oder im Amt für Migrations- und Flüchtlingsangelegenheiten in Horst bei der Erstaufnahme eingesetzt.

Derweil rief Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU) zum Handeln auf. "Wir müssen jetzt schnell das Signal aussenden, dass wir im Notfall Flüchtlinge ohne offensichtliche Bleibeperspektive bereits an der Grenze zurückweisen", sagte Caffier der "Welt am Sonntag".

Im September seien 3700 Flüchtlinge im Nordosten angekommen. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl auf aktuell 12.500. Für das laufende Jahr rechnet Caffier mit bis zu 20.000 Flüchtlingen in Mecklenburg-Vorpommern.

"Wir können nur viele hilfebedürftige Kriegsflüchtlinge aufnehmen, wenn wir diejenigen, die kein Bleiberecht haben, auch schnell zurückführen. Sicher sind Leistungskürzungen für Flüchtlinge, die keine Chance auf ein Bleiberecht haben, für den Betroffenen hart, aber sie sind notwendige Signale", betonte Caffier. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung dazu sei ein wichtiger Schritt, weitere müssten folgen. Die Bevölkerung erwarte, dass der Rechtsstaat funktioniert und sich Asylsuchende "an die Spielregeln unserer Staats- und Werteordnung halten".

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