Finanzielle Beteiligung verteidigt:

MV zahlt eine Million Euro in Hilfsfonds für Missbrauchsopfer

Während sich die meisten Bundesländer weigern, sich an dem Fonds zu beteiligen, verteidigt die Sozialministerin die Entscheidung des Landes.

Die Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern, Birgit Hesse (SPD), steht zu der Beteiligung des Landes am Hilfsfonds.
Jens Büttner Die Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern, Birgit Hesse (SPD), steht zu der Beteiligung des Landes am Hilfsfonds.

Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) hat die finanzielle Beteiligung des Landes am Hilfsfonds für Opfer sexuellen Missbrauchs in der Familie verteidigt. Als eines von nur drei Bundesländern hatte Mecklenburg-Vorpommern in den Bund-Länder-Fonds eingezahlt. Am Freitag machte das Magazin „Der Spiegel“ publik, dass sich die anderen 13 Länder weigern, sich zu beteiligen, und dem Fonds damit das Geld auszugehen droht.

Fonds fördert psychotherapeutische Behandlungen

„Dass wir unseren Beitrag geleistet haben, ist politisch gewollt und durch einen Beschluss des Landtages gestützt“, betonte Hesse. Schon im Jahr 2013 habe das Parlament die Landesregierung aufgefordert, sich an den „ergänzenden Hilfen für die Betroffenen“ zu beteiligen. Laut Hesse „ist es von erheblichem gesellschaftlichen Interesse, sich für Menschen einzusetzen, die als Kinder oder Jugendliche Betroffene sexueller Gewalt geworden sind“.

Die Bundesregierung hatte den ergänzenden Hilfsfonds, aus dem psychotherapeutische Behandlungen und Sachleistungen bezahlt werden, 2013 eingerichtet. Er sollte mit
100 Millionen Euro ausgestattet werden, je zur Hälfte von Bund und Ländern.