Fotos von MVGida-Anmelder entdeckt:

MVgida-Spitze steht am rechten Rand

Von ihrem Leipziger Ableger hat sich Pegida bereits distanziert, nun geraten die Islamkritiker im Nordosten in rechtsextremes Fahrwasser. 

Oktober 2012: Mit Sonnenbrille und umgeben von zahlreichen Sympathisanten läuft Enrico Naumann (Mitte) auf einer NPD-Demo durch Wismar.
Hans Schlechtenberg Oktober 2012: Mit Sonnenbrille und umgeben von zahlreichen Sympathisanten läuft Enrico Naumann (Mitte) auf einer NPD-Demo durch Wismar.

Die Hintermänner des regionalen Ablegers der islamkritischen Pegida-Bewegung stehen der NPD offenbar näher als bisher bekannt. Archivbilder belegen, dass der Anmelder der beiden jüngsten MVgida-Demonstrationen in Stralsund, Enrico Naumann, 2012 an einem Aufmarsch der NPD-Nachwuchsorganisation Junge Nationaldemokraten in Wismar teilgenommen hatte. Neben Naumann marschierten mehrere NPD-Vertreter der Region, darunter mit Dirk Arendt ein Stadtvertreter der NPD in Stralsund.

Experten hatten bereits nach der ersten Demonstration von MVgida auf die Dominanz von Rechtsextremen und Kameradschaften hingewiesen. Im Internet fordern Anhänger von MVgida, Rufe wie „Deutschland erwache“ künftig zu unterbinden. 500 Anhänger der Gruppe sind am Montagabend in Schwerin erneut auf die Straße gegangen. Ihr Protest richtet sich unter anderem gegen religiösen Fanatismus und gegen Krieg. Unterdessen demonstrierten am Sonntag in Dresden Tausende gegen die vermeintliche „Islamisierung des Abendlandes“.

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Kommentare (3)

Glaube,dass die Medien einen Staatsauftrag haben,die Pegida pp mit negativen Berichten zu überziehen. Warum hier auf den Anmelder, vom Nordkurier hingewiesen wird,wird nur Herr Kiesel wissen. Auch finde ich es wenig hilfreich,dass wiederum nur auf Gegendemonstranten in Dresden hingewiesen wird. Sie sollten auch einmal der Frage nachgehen,ob es stimmt,dass Teile der Gegendemonstranten für ihre Teilnahme entlohnt werden. Wie Sie ,Herr Kiesel auch bemerkt haben sollten,schwenken die Politiker so langsam um,weil sie eingesehen haben,dass sie mit Beschimpfungen nichts erreicht haben und bald wieder Landtagswahlen stattfinden.

Werter Herr Schubert, aus der Sicht unserer Redaktion spielt es durchaus eine Rolle, wenn sich der Anmelder des regionalen Pegida-Ablegers in der Vergangenheit an einer NPD-Demonstration beteiligt hat. Zeigt es doch, dass die Einschätzung von Experten, wonach MVgida von Rechtsextremen oder besser NPD-nahen Kreisen dominiert wird, so falsch nicht sein kann. Den Vorwurf eines "Staatsauftrags" möchte ich besser nicht bewerten. Im Titel des Nordkurier steht "Unabhängige Tageszeitung für Mecklenburg-Vorpommern", allein das schließt einen "Staatsauftrag" aus. Zu guter Letzt: Dass Beschimpfungen nichts bringen und Dialog Aufgabe von Politik wie Medien gleichermaßen ist, lesen Sie in der heutigen Aussage des Nordkurier auf Seite 7. Schicken Sie mir einfach eine Mail an r.kiesel@nordkurier.de, dann sende ich Ihnen ein PDF der Seite gern zu! Viele Grüße aus Neubrandenburg, Robert Kiesel

Sehr geehrter Herr Kiesel In dem Satz ( Im Titel des Nordkurier steht "Unabhängige Tageszeitung für Mecklenburg-Vorpommern", allein das schließt einen "Staatsauftrag" aus. ) haben sie ja gleich zwei mal geschwindelt. Sie sie Komödiant ?