Erste Ermittlungsergebnisse:

Nach Angriff auf Flüchtlinge - Hinweise auf Täter

Die Tat sorgte bundesweit für Empörung: Eine Personengruppe soll am Wochenende zwei Flüchtlinge in Wismar attackiert haben. Die Angreifer konnten zunächst unerkannt entkommen, doch die Polizei hat nun eine Spur.

Jens Wolf/Symbolbild

Nach dem Angriff einer Gruppe von Tätern auf zwei Syrer vor ihrer Notunterkunft in Wismar ermittelt die Polizei auf Hochtouren. Festgenommen wurde bis zum Montagvormittag niemand. Jedoch gibt es nach Angaben eines Polizeisprechers Indizien, die auf Verdächtige hinweisen. Weitere Einzelheiten wollte er zunächst nicht nennen.

Am Samstagabend waren die beiden 31 und 33 Jahre alten syrischen Flüchtlinge mit Baseballschlägern angegriffen und niedergeschlagen worden. Sie erlitten Prellungen und Abschürfungen, einer der beiden auch einen Rippenbruch. Beide wurden nach der Behandlung im Krankenhaus wieder entlassen. Sie sollen in ihre Unterkunft zurückgekehrt sein. Die Befragung der Syrer ergab der Polizei zufolge, dass es fünf bis zehn Angreifer waren. Zunächst war eine Zahl von bis zu 20 Menschen genannt worden.

Einen Zusammenhang mit einem ähnlichen Übergriff am Wochenende in Magdeburg sieht die Polizei nach Darstellung einer Sprecherin bislang nicht. Dort hatten drei Opfer, zwei 26-jährige und ein 35 Jahre alter Syrer, Prellungen und Verletzungen im Gesicht erlitten.

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