Reaktionen auf Berliner Idee:

Nachts kein Alkohol mehr an Tanke und Co. - Was sagt MV dazu?

Baden-Württemberg tut es schon, und in Berlin wollen Stadtpolitiker nun auch nächtlichen Trinkgelagen Einhalt gebieten. Aber was sagen Parteien und Suchtexperten hierzulande dazu?

Sollte in Tankstellen und Co. nachts weiter Alkohol verkauft werden?
Bernd Weißbrod Sollte in Tankstellen und Co. nachts weiter Alkohol verkauft werden?

Wenn Supermarkt, Tankstelle, Kiosk und Co. von 22 bis 5 Uhr keine alkoholischen Getränke mehr verkaufen, wird Komasaufen und Jugendkriminalität entgegengewirkt – so argumentieren Politiker von SPD und CDU in Berlin. Bei ihren Parteifreunden im Nordosten treffen sie damit jedoch auf Unverständnis. „Ich sehe nicht, was es für einen Unterschied macht, ob Alkohol am Tage oder in der Nacht gekauft werden kann“, sagt Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU). Sie verlangt eine strikte Einhaltung des Jugendschutzgesetzes. Es legt bundesweit Altersgrenzen fest: Bier, Sekt und Wein sind bis 16 Jahren tabu, Hochprozentiges bis 18.

Diplompsychologe Tom Skibbe, Leiter der Suchtberatung im Neubrandenburger Haus der Begegnung, fordert seit Jahren „eine konsequente Durchsetzung des Jugendschutzes“. Zudem müsse jede Kürzung im Bereich der Suchtprävention verhindert werden. Auch Julian Barlen, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, setzt auf Vorbeugung statt Verbote. 

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Kommentare (1)

Ein Verkaufsverbot wäre doch ein Schritt in die richtige Richtung. Wollte MV nicht mal Gesundheitsbundesland werden? Deutschland ist in der Suchtprävention / Tabak/ Alkohol europäisches Entwicklungsland. Man denke nur an Tabakwerbung auf Plakaten in der Öffentlichkeit oder vor Schulen, Trinkverbote.....Es wird geduldet weil die Industrie viel Geld dafür bezahlt. Vielleicht bietet Berliner Kindl oder die Späti Vereinigung der Berliner CDU auch einen Betrag und dann landet die Idee in der Schublade.....