Nachwuchssorgen bei Adebar:

Naturschützer sorgen sich um Storchenbestand im Nordosten

Die Weißstörche in Mecklenburg-Vorpommern hatten 2015 eine schlechte Saison. Jedes dritte Brutpaar blieb ohne Nachwuchs. Die Reproduktion des Bestandes sei nicht mehr gesichert, warnen Naturschützer.

Lübtheen. Die Weißstörche in Mecklenburg-Vorpommern haben sich in dieser Saison deutlich schlechter vermehrt als in den Vorjahren. Nach Ansicht von Naturschützern gilt 2015 als sogenanntes Störungsjahr für die Störche. "Wir verzeichnen also einen dramatischen Bestandsrückgang", erklärte Helmut Eggers von der Landesarbeitsgruppe Weißstorchschutz am Montag in Lübtheen. Nur 800 Nester seien besetzt gewesen, 64 weniger als 2014. Jedes dritte Brutpaar blieb demnach ohne Nachwuchs.

2015 wurden insgesamt im Land 1216 Jungtiere aufgezogen, das waren 318 weniger als im Vorjahr und nur die Hälfte der Zahl von 2004. Mit durchschnittlich nur 1,5 Jungen pro Nest sei dieses Jahr die Reproduktion des Bestandes nicht mehr gesichert, erklärte Eggers.

Ein Grund für das schlechte Brutergebnis war die späte Rückkehr vieler Weißstörche aus den Überwinterungsgebieten in Afrika wegen ungünstiger Witterungsbedingungen auf der südöstlichen Zugroute über den Bosporus. Etliche Störche trafen erst im Mai oder Juni in Mecklenburg-Vorpommern ein und fanden sich dann nicht mehr zu Brutpaaren zusammen. Langfristig sei das Verschwinden artenreicher Grünlandflächen als Futtergrundlage für den Rückgang verantwortlich.

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