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Nazis gegen Flüchtlinge - Friedland gegen Nazis

Am Montag geht’s zum Friedensgebet und am Sonnabend zum Fest – wer in Friedland gegen Grundrechte demonstriert, hat in der Kleinstadt nichts zu suchen.

Syrische Familie in einem bulgarischen Aufnahmelager. Die Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsgebiet werden in alle europäischen Länder verteilt.

Friedland ist kein Ort für Neonazis. Jetzt hat sich unter dem Namen  „Friedland – friedliches Land“ ein Bündnis gegen Rechts gebildet. Zahlreiche Akteure rufen unter diesem Namen am Montag zu einem Friedensgebet auf. Viele Einwohner sollen dem Aufruf des Bündnisses folgen. Die Tradition der friedlichen Montagsdemos wurde dafür wieder aufgenommen. Um 18 Uhr wird in die Marienkirche zu einem Friedensgebet geladen. Von dort geht es mit Kerzen bis zur Ruine der Nikolaikirche.

Noch bevor die braunen Gesellen am 9. November durch die Straßen marschieren, um gegen das geplante Asylbewerberheim in der Jahnstraße zu protestieren, soll ein Zeichen gesetzt werden.  „Die NPD möchte Angst und Hass schüren, die Armen gegen die Ärmsten ausspielen“, heißt es in einem Aufruf. Mit dem Friedensgebet gegen Rechts zeigen die Kleinstädter, dass die Asylbewerber willkommen sind. Den Aufruf dazu haben fast 50 Akteure unterschrieben. Dieser landet nun in den Briefkästen der Einwohner.

Es wird nicht nur zum Friedensgebet am Montag aufgerufen. Am 9. November, dem Tag der Reichspogromnacht vor genau 75 Jahren, wird ab 11 Uhr zu einem Friedensfest an der Ruine der Nikolaikirche geladen. „Ein Kinderfest ist integriert und wir werden über die Lage der Asylbewerber infomieren“, informiert Frank Nieswandt, Vorsitzender des Präventionsrates.