Untreue-Prozess hat ein Nachspiel:

Neubrandenburger Anwältin droht Entzug der Zulassung

Die Juristin ist bereits wegen Untreue in besonders schwerem Fall verurteilt. Nun tagt das Anwaltsgericht hinter verschlossenen Türen darüber, ob die Anwältin ihren Beruf noch ausüben darf.

dpa/Genrefoto Das Antwaltsgericht tagt hinter verschlossenen Türen.

Einer wegen Untreue in besonders schwerem Fall verurteilten Anwältin aus Neubrandenburg droht der Entzug ihrer Zulassung. Wie ein Sprecher der Rostocker Generalstaatsanwaltschaft sagte, ist eine sogenannte Anschuldigungsschrift gegen die Juristin dem Anwaltsgericht zugeleitet worden. Das Anwaltsgericht tagt nach Angaben der Rechtsanwaltskammer Mecklenburg-Vorpommern nicht öffentlich, wie ein Sprecher am Mittwoch erklärte. Laut Generalstaatsanwaltschaft muss geprüft werden, ob die Verurteilte ihre berufsrechtlichen Pflichten verletzt hat.

Es handelt sich dabei um die Neubrandenburgerin Kathrin Kolloch, die vom Landgericht Neubrandenburg im Mai 2013 zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt worden war. Nach Überzeugung der Richter hatte sie das Ersparte einer von ihr betreuten Rentnerin in Höhe von 40 000 Euro veruntreut. Kolloch hatte das bis zuletzt bestritten. Ihren Revisionsantrag hatte das Oberlandesgericht in Rostock im April 2014 verworfen, das Urteil wurde rechtskräftig.

Die Juristin ließ danach über einen Anwalt Verfassungsbeschwerde einlegen. Kolloch war unter ihrem früheren Namen Giese an der Seite von Birgit Fischer mehrfach Kajakweltmeisterin und in den Vorjahren als Krimiautorin an die Öffentlichkeit getreten.

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