Fünf Jahre Haft:

Neubrandenburger gesteht Erpressung von Seitenbacher-Chef

Zum Prozess-Auftakt legte der 63-Jährige ein umfangreiches Geständnis ab. Die Idee, so sagt er, sei ihm beim Fernsehen gekommen.

Ronald Wittek Manfred H. hat vor Gericht gestanden, den Drohbrief geschrieben zu haben - mit der Forderung nach einer Million Euro.

Ein Mann aus Neubrandenburg hat gestanden, den Chef des Müslihersteller Seitenbacher bedroht und eine Million Euro von ihm gefordert zu haben. „Ich hab' den blöden Erpresserbrief geschrieben, ja“, sagte der 63-Jährige beim Prozessauftakt am Donnerstag in Mosbach (Baden-Württemberg). „Ich habe zufällig eine Fernsehsendung gesehen, da ging es erst um Rittersport und dann um die Firma Seitenbacher und da kam ich auf diese blödsinnige Idee.“

Gedroht, Müsli zu vergiften und Töchter zu töten

Der Mann hatte gedroht, wenn Firmenchef Willi Pfannenschwarz nicht zahle, werde er Produkte des Unternehmens in Supermärkten vergiften und dessen zwei Töchter von einem Scharfschützen erschießen lassen. Zur Geldübergabe kam es allerdings nicht, der Mann wurde festgenommen.

Für die versuchte räuberische Erpressung ist der 63-Jähriger nun zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.

„Die Bedrohung der Kinder ist uns übel aufgestoßen“, sagte der Vorsitzende Richter Alexander Ganter. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten gefordert. Die Verteidigung plädierte auf eine Freiheitsstrafe von unter fünf Jahren. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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