Falsche Sparkassen-Mails:

Neue Abzocker-Masche mit "3D-sicheren Diensten"

Immer wieder kommen E-Mails mit täuschend echt aussehenden Internetseiten der Sparkassen im Posteingang an. Wer auf diesen Trick hereinfällt, wird ganz schnell zur Kasse gebeten.

Nachdem schon im August Tausende E-Mail-Konten mit Betrüger-Mails überschwemmt wurden, läuft derzeit eine weitere Welle.
Jochen Lübke/dpa Nachdem schon im August Tausende E-Mail-Konten mit Betrüger-Mails überschwemmt wurden, läuft derzeit eine weitere Welle.

Die Web-Seite kommt dem Sparkassen-Kunden sehr bekannt vor: das Logo des Kreditinstitutes, das vertraute Rot, die freundlich wirkende Werbung. Da kann der Leser der E-Mail doch ganz sicher sein, dass er wirklich von der eigenen Sparkasse angeschrieben wurde.

Doch Vorsicht ist geboten, sagen Sparkassen, Polizei und Verbraucherschützer. Denn nachdem schon im August Tausende E-Mail-Konten mit derartigen Mails überschwemmt wurden, läuft derzeit eine weitere Welle. Dabei setzen die Internetbetrüger ganz auf die Vortäuschung von Sparkassen-Nachrichten – kein Wunder, sind doch viele Bürger auch Kunde bei diesen Banken.

Daten fürs Online-Banking sollen angegeben werden

Auch bei der Sparkasse Uecker-Randow melden sich immer wieder Menschen, die verdächtige Post erhalten haben. „Gehen Kunden auf diese Mails ein, haben die Betrüger ein leichtes Spiel“, warnt Vorstandsvorsitzende Annett Zahn. Denn in der Regel sollen die Kunden neben Namen und Anschrift auch die Daten fürs Online-Banking angeben. Die Langfinger hätten dann keine Probleme mehr, diese Daten für Kreditkartenbetrug oder den Zugang zum Online-Banking zu verwenden.

E-Mails löschen!

Die neueste Betrugsmasche, über die die Sparkasse Neubrandenburg-Demmin informiert: Per E-Mail werden Kunden zum Besuch einer Internetseite aufgefordert, mit „der 3D-sichere Dienste“ aktiviert werden könnten. Das ist Nonsens: Auf diesem Wege wollen Betrüger nur an Kreditkartendaten und Telefonnummern kommen. Angela Kittel von der Sparkasse Neubrandenburg-Demmin weist daraufhin, dass die Institute ihre Kunden niemals via Mail auffordern würden, Kontodaten zu übermitteln oder Konto-Aktualisierungen vorzunehmen. Der beste Schutz: „E-Mails dieser Art sollten gelöscht werden.“

Unbedingt bei der Polizei anzeigen

Fallen Kunden doch mal auf Betrüger rein, zeigen sich die Sparkassen meist kulant. Sofern der Kunde „nicht grob fahrlässig handelt“, werde der Schaden über den Haftungsfonds der Sparkassen entschädigt. Für die Regulierung sei aber eine Anzeige bei der Polizei notwendig.

Wie viele Kunden auf die E-Mails hereinfallen, kann das Landeskriminalamt (LKA) nicht sagen. Die Fälle gehen ein in die Statistik „Tatmittel Internet“. Für diesen Bereich ist in den vergangenen Jahren aber ein kontinuierlicher Anstieg zu verzeichnen, sagt LKA-Sprecherin Synke Kern. Wurden im Jahr 2005 noch knapp 1900 Fälle registriert, waren es im vergangenen Jahr bereits knapp 5000.

Um die Betrüger dingfest zu machen, bitten die Sparkassen die Bürger, verdächtige Mails an eine zentrale Mailadresse weiterzuleiten: warnung@sparkasse.de. Zudem wird geraten, Virenschutzprogramme auf dem neuesten Stand zu halten.

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