Zahl der Delikte gestiegen:

Neue Banknoten halten Geldfälscher nicht auf

Immer mehr "Blüten" werden in MV aus dem Verkehr gezogen. Das ist zwar ein Zeichen dafür, dass die Fälschungen zu erkennen sind. Die Betrüger setzen aber auf die Unwissenheit der Verbraucher.

Daniela Dikty vom Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern vergleicht gefälschte Euro-Geldscheine.
Jens Büttner Daniela Dikty vom Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern vergleicht gefälschte Euro-Geldscheine.

Die Zahl der Falschgeld-Delikte in Mecklenburg-Vorpommern geht weiter nach oben. Im ersten Halbjahr 2015 wurden in 442 Fällen Fälschungen entdeckt, in den ersten sechs Monaten dieses Jahres waren es bereits 512 Fälle, wie die Leiterin der Fachdienststelle Falschgeld im Landeskriminalamt (LKA), Daniela Dikty, sagte. Allerdings wurden insgesamt im Vergleichszeitraum weniger "Blüten" sichergestellt. Die Zahl der nachgeahmten Geldscheine ging im Halbjahresvergleich von 747 auf 585 zurück.

In den vergangenen zwei Jahren hatte sich die Zahl der entdeckten falschen Euro-Banknoten jeweils verdoppelt – von 306 im Jahr 2013 auf 619 (2014) und 1172 (2015). Auch dieses Jahr sei tendenziell wieder mit einer Zunahme zu rechnen, meinte Dikty. "Beim Falschgeld gibt es keine großen saisonalen Schwankungen in Mecklenburg-Vorpommern", schätzte sie ein.

Viele falsche Fünfziger zu erwarten

Zwar seien bei den seit 2013 schrittweise eingeführten neuen Euro-Scheinen die Sicherheitsmerkmale sehr viel schwerer zu kopieren. Doch Fälscher und Verteiler setzten auf das noch verbreitete Unwissen der Verbraucher im Umgang mit den neuen Banknoten, sagte eine Sprecherin der Behörde. In der Vergangenheit seien besonders viele gefälschte Zwanziger aus dem Verkehr gezogen worden.

Mit der Einführung des neuen Fünfzigers sei ab April nächsten Jahres nun eine Zunahme falscher 50-Euro-Noten zu erwarten. Die Herausgabe neuer Scheine lade Betrüger regelrecht dazu ein, täuschend echt aussehende Falsifikate zu entwickeln, hieß es vom LKA. Hochburgen der Fälscherwerkstätten befänden sich seit Jahren im Raum Neapel (Italien), aber auch in Bulgarien. In der Türkei flog 2015 eine Münzfälscherwerkstatt auf.

 

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