Schließung:

Nichts geht mehr für die Spielbanken

Zu wenig Umsatz: Die Casinos in Schwerin und Warnemünde müssen schließen.

Roulette und Co. wird immer weniger in MV angeboten.
Dpa Roulette und Co. wird immer weniger in MV angeboten.

Für die Spielbanken in Schwerin und Warnemünde steht das letzte Öffnungswochenende bevor. Der kommende Montag ist der letzte Arbeitstag für die insgesamt 71 Mitarbeiter, nachdem keine Verlängerung für die auslaufenden Konzessionen beantragt worden war.

Die letzten Spiele werden ohne Abschiedszeremonie über die Bühne gehen, ließ der Geschäftsführer der Spielbankgesellschaft Mecklenburg, Thomas Fritz, ausrichten. Es gebe auch nichts mehr zu sagen.

Nur noch drei Casinos im Land

Die beiden Casinos waren laut früheren Angaben wegen der zu geringen Umsätze im nicht besonders begüterten Nordosten wirtschaftlich nicht zu betreiben. Zusätzlich spielte nach Worten von Fritz die zu hohe Spielbankenabgabe des Landes eine erhebliche Rolle. Bereits Ende 2010 hatte die Spielbank in Waren/Müritz schließen müssen. Damit gibt es landesweit nur noch die Casinos in Heringsdorf, Binz und Stralsund, deren Konzessionen im Mai 2014 auslaufen.

Nach Angaben des Innenministeriums in Schwerin hat aber auch das Unternehmen Ostsee-Spielbanken mitgeteilt, dass sie keine Anträge auf Verlängerung der Spielbankerlaubnisse um weitere fünf Jahre stellen werde. 2012 hatten alle Spielbanken zusammen einen Bruttospielertrag von rund 6,5 Millionen Euro. Die Landesregierung, für die nach Angaben des Finanzministeriums der Betrieb der Casinos ein Zuschussgeschäft ist, werde die Konzessionen nun europaweit neu ausschreiben. Ob und wann in den Räumen wieder Roulette oder Black Jack gespielt wird, konnte das Schweriner Innenministerium nicht sagen: „Die Zeitabläufe sind derzeit noch nicht zuverlässig einschätzbar, da zunächst die Modalitäten abgestimmt werden müssen.

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