Satire:

Noch eine Menge zu tun für unsere Regierung!

Vor den Feiertagen hat unser Autor Frank Wilhelm einige Vorschläge für die terminfreie Weihnachtszeit unserer Minister im Land. Allzu ernst sind diese allerdings nicht zu nehmen.

Unser Autor hat einige Ideen, wie die Minister die besinnlichen Tage nutzen könnten.
Karl-Josef Hildenbrand Unser Autor hat einige Ideen, wie die Minister die besinnlichen Tage nutzen könnten.

Minister müsste man sein! Immerhin hängen an dem Job ein Dienstwagen, leckeres Essen und Trinken bei Empfängen sowie ein erkleckliches Salär. Nicht zu vergessen eine super lange Freizeit über die Feiertage –
zumindest, wenn man der aktuellen Aktivitätenmeldung der Landesregierung glaubt. Die listet normalerweise Woche für Woche die Reisetermine von Erwin Sellering & Co. auf. Doch kurz vor Heiligabend gleicht die Übersicht eher einer Passivitätenmeldung. Gerade mal einen Termin gibt es bis zum 4. Januar 2015 im Angebot: Am heutigen Montag übergibt Innenminister Lorenz Caffier an Neubrandenburgs Oberbürgermeister Paul Krüger (beide CDU) einen Fördermittelbescheid.

Das Landeshauptdorf Schwerin wird offensichtlich abgeschlossen. Die Minister widmen sich ihren Familien, was wir ihnen natürlich von Herzen gönnen. Den ein oder anderen Termin mit hübschen Bildern für die Medien hätten wir uns dann aber doch noch für die Zeit zwischen den Jahren vorstellen können: Beispielsweise Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) beim lecker Kochen für Obdachlose. Auch Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) hätten wir gut ins Bild setzen können – beim Silvesterkonzert in seiner Heimatstadt Rostock, solange es dort noch eine Philharmonie gibt. Schließlich hätte Uta-Maria Kuder die Knastis zum Heiligen Abend bepredigen können. Kuder, wer ist Kuder, fragen Sie? Sorry, unsere christdemokratische Justizministerin.

Zum Glück gibt’s Till Backhaus. Dieser Hansdampf in allen Gassen entlässt uns natürlich nicht so einfach ins neue Jahr. In seiner Funktion als Umweltminister wirbt er via Pressemitteilung: „Zwischen Weihnachten und Neujahr Zeit für Familie und Natur finden!“

Aber, wir sind uns sicher, das war noch nicht das letzte Wort von Tilli in diesem Jahr. Backhaus mit Kittelschürze am Familienherd stehend und eine Bio-Gans aus Meck-Pomm stopfend – das wäre doch wirklich noch ein schönes Bild für die Zeitung.

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