Flüchtlinge:

Notunterkünfte in MV leeren sich

Der verminderte Zuzug von Flüchtlingen und deren schnellere Registrierung durch die Behörden in Mecklenburg-Vorpommern haben für deutliche Entspannung bei der Erstaufnahme gesorgt. Nun gibt es neue Pläne für die Notunterkünfte.

Ende September hatte das Land auf dem Gelände in Mühlengeez eine Notunterkunft für Flüchtlinge eingerichtet.
Jens Büttner Ende September hatte das Land auf dem Gelände in Mühlengeez eine Notunterkunft für Flüchtlinge eingerichtet.

Am Mittwoch waren nur noch 3 der verbliebenen 15 Notunterkünfte im Land belegt. Wie das Innenministerium auf Anfrage mitteilte, wurden inzwischen auch alle vorübergehend in den Ausstellungshallen von Mühlengeez bei Güstrow untergebrachten Asylbewerber in eines der beiden regulären Erstaufnahmeheime gebracht oder schon in Kommunen weitergeleitet.

Die Landesregierung in Schwerin hatte nach dem dramatischen Anstieg der Flüchtlingszahlen Anfang September 20 Notunterkünfte eingerichtet. Die größte war Mühlengeez mit bis zu 1200 Plätzen. Von knapp 4000 in Spitzenzeiten sank die Zahl der Flüchtlinge in den Notunterkünften Mecklenburg-Vorpommerns auf derzeit etwa 300.

Registrierung beschleunigt

Durch die Einrichtung einer zweiten sogenannten Bearbeitungsstrecke zur Entgegennahme von Asylanträgen in Stern Buchholz bei Schwerin können inzwischen täglich bis zu 200 Antragsteller registriert und dann in Kommunen oder andere Bundesländer weitergeschickt werden. Ein Teil der Notunterkünfte werde nun vom Land an Kreise und Kommunen übertragen, die diese zu Sammelunterkünften umbauen könnten, hieß es.

Seit Jahresbeginn sind fast 19 000 Flüchtlinge in Mecklenburg-Vorpommern registriert worden. Derzeit kommen täglich etwa 150 neu hinzu. Die meisten reisen laut Innenministerium selbstständig an, ohne behördliche Zuweisung.

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