Reichte das Terrornetzwerk bis nach MV?:

NPD-Abgeordneter muss bei NSU-Prozess aussagen

Immer wieder wurde auf Verbindungen hingewiesen, nun muss der NPD-Landtagsabgeordnete David Petereit im Münchener NSU-Prozess aussagen. Er könnte Teil eines Unterstützernetzwerks gewesen sein.

NPD-Landtagsabgeordneter David Petereit.             
Ralf Roletschek NPD-Landtagsabgeordneter David Petereit.  

Der seit 2006 für die rechtsextreme NPD im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern sitzende David Petereit muss sich am 14. November von den Richtern des NSU-Prozesses vernehmen lassen. Das geht aus einer Ladungsliste des Münchener Oberlandesgericht hervor, die dem Nordkurier in Auszügen vorliegt.

Petereits Aussage ist deshalb für das Gericht von Interesse, weil der 32-Jährige als Verantwortlicher für das rechte Szeneblatt "Der weisse Wolf" einen Gruß an das Terrortrio formuliert haben soll. "Danke an den NSU. Es hat Früchte getragen;-) Der Kampf geht weiter..." hatte Petereit unter seinem Pseudonym Eihwaz 2002 getextet. Vorausgegangen war dem Gruß ein Brief des NSU an Petereit, der eine Geldspende von 2500 Euro enthalten haben soll.

Nordkurier digital jetzt ab 3,75 € pro Monat