Ernste Lücken entdeckt:

Nur ein "Mangelhaft" für Datenschutz an Schulen

Online-Lernportale und Unterrichtshilfen im Internet greifen immer mehr auf den Schulalltag über. Doch droht der Datenschutz dabei auf der Strecke zu bleiben.

Derzeit drängten viele neue Programme für Unterrichtsgestaltung auf den Markt. Der Datenschutz kommt dabei oftmals zu kurz.
Arne Dedert Derzeit drängten viele neue Programme für Unterrichtsgestaltung auf den Markt. Der Datenschutz kommt dabei oftmals zu kurz.

Bei der Nutzung des Internets im Schulalltag gibt es offenbar ernste Lücken im Datenschutz. Die Auswertung einer landesweiten Umfrage und stichprobenhafte Kontrollen an 18 Schulen in MV ließen den Schluss zu, dass die Umsetzung der Datenschutzbestimmungen an den meisten Schulen im Land „als kritisch einzuschätzen ist“, sagte der Landesdatenschutzbeauftragte Reinhard Dankert am Dienstag.

Das fange schon bei der Sicherung von Büro- und Computerräumen vor Einbrüchen an. „Wenn es Zensuren für den technischen Datenschutz gäbe, könnte es nur ein Mangelhaft geben“, sagte Dankert. Er räumte aber ein, dass die unterschiedlichen Zuständigkeiten von Städten und Kreisen als Schulträgern und dem Bildungsministerium die Umsetzung eines wirkungsvollen Konzeptes erschweren.

Orientierung auf zertifizierte Software

Als Konsequenz aus den Untersuchungsergebnissen schlägt Dankert unter anderem eine Überarbeitung des Schulgesetzes vor, um dort aktuelle datenschutzrechtlichen Bestimmungen zu verankern. Zudem sollten die Schulen mehr Geld bekommen, damit sie den technischen Datenschutz verbessern können, und die Datenschutz-Verantwortlichen in den Schulen regelmäßig geschult werden.

Derzeit drängten viele neue Programme für Unterrichtsgestaltung und Schulverwaltung auf den Markt. „Deshalb ist jetzt auch der Zeitpunkt gekommen, das Thema anzugehen“, betonte der Datenschützer. Es müsse klare Regeln für die Schulen geben. Die Orientierung auf zertifizierte Software sei dabei ein richtiger Weg.

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