Grüne erfolglos:

Obergrenzen für Tierhaltung abgelehnt

Um das Tierwohl in Mastbetrieben zu verbessern, haben die Grünen gefordert, Bestandsobergrenzen einzuführen. Ohne Erfolg: Für viele Abgeordnete überwogen andere Interessen.

Eine Höchstgrenze von 15 000 Legehennen pro Betrieb hat die Grünen-Abgeordnete Ursula Karlowski vorgeschlagen.
Julian Stratenschulte Eine Höchstgrenze von 15 000 Legehennen pro Betrieb hat die Grünen-Abgeordnete Ursula Karlowski vorgeschlagen.

Im Schweriner Landtag besteht keine Einigkeit über die Maximalbelegung von Ställen in der Tierproduktion. Ein Antrag der Grünen zur Einführung klar definierter Bestandsobergrenzen fand am Freitag keine Mehrheit. Die Grünen-Abgeordnete Ursula Karlowski hatte unter anderem 15 000 Legehennen, 600 Rinder und 500 Mastschweine als Höchstgrenzen vorgeschlagen und sich im Interesse des Tierwohls für eine bundesweite Einführung ausgesprochen. Nur mit solchen Vorgaben könnten Megaställe verhindert und die gesellschaftliche Akzeptanz für die Agrarwirtschaft erhöht werden, sagte Karlowski.

„Tierschutz hängt wesentlich vom Halter ab und weniger von Stallgrößen“, hielt ihr Beate Schlupp von der CDU entgegen. Ein von der Linken initiierter Antrag zur Vorbereitung wissenschaftlich begründeter und regional angepasster Anlagengrößen fand Zustimmung.

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