Preisverfall:

Öl-Sucher ziehen sich von Usedom zurück

Der Traum vom Erdöl-Land Mecklenburg-Vorpommern ist aus. Das kanadisch-deutsche Unternehmen CEP schließt mehrere Bohrlöcher. Dennoch wollen sich die Öl-Sucher nicht völlig zurückziehen.

Das Bohrloch in Lütow will der Konzern komplett zurückbauen.
CEP Das Bohrloch in Lütow will der Konzern komplett zurückbauen.

Der Erdölfirma CEP will zwei Bohrlöcher auf der Insel Usedom wieder verschließen. Wie das Unternehmen in Berlin mitteilte, ist die "langfristige Wirtschaftlichkeit von Ölförderung aus den beiden Bohrungen nicht gegeben". Daher sei deren Rückbau beantragt worden. Die Bohrstelle in Lütow soll komplett zurückgebaut werden, die in Pudagla erhalten bleiben, so dass sie bei Bedarf für weitere Bohrungen genutzt werden kann.

Das Unternehmen hatte 2012 auf der Insel nach förderfähigen Erdöllagerstätten gesucht. Eine dritte Bohrstelle gibt es in Saal bei Barth (Landkreis Vorpommern-Rügen). Dort sei weiterhin ein Langzeittest geplant, sagte ein Unternehmenssprecher. Im März hatte das Unternehmen angekündigt, diesen Test bis auf weiteres auszusetzen, weil die langfristigen rechtlichen Rahmenbedingungen für die Erdölförderung unklar seien. Daran habe sich bislang auch nichts geändert, hieß es nun.

Noch in diesem Jahr will die Firma, die derzeit zwei Probebohrungen in der Niederlausitz (Brandenburg) macht, aber "weitere Aufsuchungsaktivitäten" in Mecklenburg-Vorpommern beantragen. Möglich wäre dies innerhalb von insgesamt sechs Erlaubnisfeldern in Vorpommern und in der Ostsee, in denen das Unternehmen die Erkundungsrechte hält. Die Gebiete seien insgesamt 12 075 Quadratkilometer groß.

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