Mitten in der Krise:

OLA wechselt Chef-Etage

Das private Bahnunternehmen Ostseelandverkehr GmbH (OLA) hat jetzt zwei neue Geschäftsführer.

Ein Zug der privaten Ostseeland Verkehr GmbH (OLA).
Stefan Sauer Ein Zug der privaten Ostseeland Verkehr GmbH (OLA).

Wie die Muttergesellschaft Veolia Verkehr GmbH in Berlin am Dienstag mitteilte, wurden Andreas Winter und Stefan Schönholz von den Gesellschafter Veolia und Nahverkehr Schwerin als neue OLA-Geschäftsführer bestellt. Der Wechsel an der Firmenspitze war nötig, weil der bisherige Geschäftsführer Dirk Fischer in ein anderes Unternehmen gewechselt sei.

Dem Neubrandenburger Unternehmen droht bereits im Dezember 2013 der Verlust von zwei ihre drei Bahnstrecken in Mecklenburg-Vorpommern: Ueckermünde-Neubrandenburg-Bützow als Stammstrecke und Rehna-Parchim. Die dritte Strecke, Neustrelitz-Stralsund, soll die OLA Ende 2014 an die Deutsche Bahn abgeben. Hintergrund der Probleme um verlorene Ausschreibungen sind Pläne des französischen Veolia-Mutterkonzerns, seine Transportsparte ganz abzugeben.

Winter arbeitet seit Jahren bei der Veolia-Gruppe, Schönholz sei Bundeswehr-Offizier gewesen und war später beim Daimler-Konzern und beim Bahn-Hersteller Bombardier. Fischer hatte die OLA seit 2009 geleitet.

Um ihre rund 100 Arbeitsplätze und einen Übergang zu den Nachfolgebetreibern der Bahnstrecken zu sichern, halten OLA-Mitarbeiter seit mehreren Tagen eine Mahnwache vor der Schweriner Staatskanzlei ab, die aber für Dienstag ausgesetzt worden sei. An diesem Mittwoch ist laut OLA ein Gespräch mit Ministerpräsidenten Erwin Sellering (SPD) zu dem Thema vorgesehen.

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