Als Fraktionsvorsitzender abgewählt:

Holter kassiert Quittung für Linken-Wahlschlappe

Der langjährige Vorsitzende Helmut Holter scheiterte mit einer erneuten Kandidatur als Fraktionsvorsitzender. Und zwar klar und deutlich nach der Schlappe bei der Landtagswahl. Nun übernimmt Simone Oldenburg seinen Posten.

Kommentarlos ging Helmut Holter nach der Fraktionssitzung.
Jens Büttner Kommentarlos ging Helmut Holter nach der Fraktionssitzung.

Aufstand in der Linksfraktion im Landtag: Die neue Vorsitzende heißt Simone Oldenburg. Die Bildungsexpertin löst damit Helmut Holter ab. Die 47-Jährige setzte sich in einer Kampfkandidatur mit acht zu drei Stimmen durch. Nach der empfindlichen Schlappe der Linken bei der Landtagswahl waren Rufe nach dem Rücktritt des 63-jährigen Holters laut geworden. Der Langjährige Chef der Fraktion hatte aber noch beim Parteitag am Wochenende in Güstrow betont, an seinem Amt festhalten zu wollen.

Holter wurde nach eigenen Angaben von der Kampfkandidatur völlig überrascht und reagierte in einem ersten Statement nahezu fassungslos: „Da ist ein Komplott gegen mich geschmiedet worden. Ich wurde nicht gewarnt. Gerade mal eine Abgeordnete hat mich gebeten, nicht mehr zu kandidieren.“

Die Linksfraktion hatte die Vorstandswahl aufgeschoben, um den Parteitag abzuwarten. Wegen der herben Verluste bei der Landtagswahl gab es viel Kritik an der Wahlkampfstrategie und auch am Führungspersonal. Die Linke war am 4. September auf 13,2 Prozent abgestürzt, ihr bislang schlechtestes Wahlergebnis im Nordosten. 

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung

Kommentare (1)

Jetzt wo Herr Holter nicht mehr Vorsitzender ist dürfte er ja sicher auch mal die Zeit haben um endlich die immer noch vorhandenen Wahlplakate der Linken in Neubrandenburg zu entfernen. Sonst gibt's womöglich noch Mecker ...