Gewitter über Mecklenburg:

Orkanböen suchen Lübz heim

Gegen 20 Uhr ist am Dienstagabend ein heftiges Gewitter über die mecklenburgische Kleinstadt gezogen. Der begleitende Sturm zog dabei einige Dächer in Mitleidenschaft.

Ein heftiges Gewitter hat am Dienstagabend in Lübz für einige Aufregung gesorgt.
Patrick Pleul Ein heftiges Gewitter hat am Dienstagabend in Lübz für einige Aufregung gesorgt.

Ein heftiges Gewitter mit orkanartigen Böen hat in der Kleinstadt Lübz (Kreis Ludwigslust-Parchim) mehrere Dächer abgedeckt. „Die Lage war sehr gefährlich, weil Holz- und Blechdachteile durch die Luft flogen und in Wohnhäusern steckenblieben“, sagte Wehrleiter Olaf Richter am Mittwoch. Nach ersten Erkenntnissen sei aber niemand ernsthaft verletzt worden.

Nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia erreichte die orkanartige Böe Windgeschwindigkeiten von mehr als 130 Stundenkilometer. So wurden die Dächer einer alten Molkerei, eines Supermarktes, eines alten Speichers sowie mehrere Carports und Garagen im Norden und Westen der Stadt beschädigt. Eine Blechgarage sei völlig aus den Angeln gehoben worden.

Insgesamt wurden Schäden an mindestens 10 Gebäuden registriert, hieß es von der Polizei. Darunter sei auch ein Discountmarkt gewesen. Nach einer ersten Prognose wird der Gesamtschaden auf etwa 200 TEUR geschätzt, verletzt wurde nach bisherigen Informationen niemand. Besonders betroffen war die Werderstraße. Dort traf es allein fünf Gebäude. Feuerwehren aus der Region waren pausenlos im Einsatz.

Später in der Nacht kam es am Lübzer Hafen in einem Mehrfamilienhaus zu einem Kellerbrand. Aus bislang unbekannter Ursache gerieten dort abgelegte Müllsäcke in Brand. Aufgrund der Rauchentwicklung mussten insgesamt neun Bewohner des Hauses evakuiert werden. Eine 63-jährige Bewohnerin wurde mit Verdacht einer Rauchgasintoxikation ins Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden beträgt etwa 10.000 Euro.