Tief "Xaver" ist im Anmarsch:

Fieberhafte Vorbereitung auf den Orkan

Angst vor Orkantief "Xaver" auch in MV: Im Windpark Baltic II ist bereits ein Riesen-Schwimmkran von der Ostsee abgezogen worden. Der Rest des Nordens bereitet sich auf eine Folge schwerer Sturmfluten am Donnerstag und Freitag vor.

Eine vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am 03.12.2013 herausgegebene Vorhersagekarte zeigt die Windstärken und -richtungen, die die Meteorologen für Donnerstag (05.12.) um 17.00 Uhr erwarten.
DWD Eine vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am 03.12.2013 herausgegebene Vorhersagekarte zeigt die Windstärken und -richtungen, die die Meteorologen für Donnerstag (05.12.) um 17 Uhr erwarten.

Sturmböen, Sturmfluten und Schnee drohen: Das Orkantief "Xaver" soll am Donnerstag und Freitag im Norden und an der Küste Deutschlands für kräftige Unwetter sorgen - auch in Mecklenburg-Vorpommern. Laut Deutschem Wetterdienst gilt für das ganze Land eine Sturmwarnung. Der Höhepunkt des Sturmes wird in Mecklenburg-Vorpommern in der ersten Nachthälfte in der Nacht auf Freitag erwartet. Hier ist den Prognosen zufolge mit Windstärken von bis zu 115 Stundenkilometern im Binnenland und sogar 120 Stundenkilometern an der Küste zu rechnen.

"Xaver" wird nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes voraussichtlich in Schleswig-Holstein am stärksten wüten. Am Donnerstagnachmittag sei an der Nordseeküste mit Böen der Stärke 12 zu rechnen und im Binnenland mit Stärke 11, sagte der Meteorologe Rüdiger Hartig am Mittwoch. In der Nacht zum Freitag werde es so weitergehen. Die lange Dauer über eineinhalb Tage sei das Besondere an dem Tief, das von Island über Skandinavien kommen wird. An der Nordsee sind nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes extrem starke Böen von mehr als 140 Kilometern in der Stunde möglich.

Drei Sturmfluten hintereinander möglich

Der Norden muss sich außerdem gleich auf eine Folge von schweren Sturmfluten einstellen. "Es können drei hintereinander sein", hieß es beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Die höchste der Sturmfluten wird nach bisheriger Einschätzung in der Nacht zum Freitag - nach Mitternacht - in Ostfriesland und an der Nordseeinsel Borkum erwartet. Später soll der Scheitel dann die Elbmündung bei Cuxhaven und parallel dazu Nordfriesland erreichen. In Hamburg und Bremen soll die Sturmflut Freitagfrüh ankommen. Die Prognose könne sich aber noch um bis zu sechs Stunden verschieben. Bereits am Donnerstagnachmittag könnte das Hochwasser in Nordfriesland Sturmflutniveau erreichen.

Der Fährbetrieb zur Insel Juist wird wegen der Sturmflut- und Orkanwarnung am Donnerstag und Freitag eingestellt. Das teilte die AG Norden-Frisia am Mittwoch mit. Auch die Insel Norderney wird nur noch am Donnerstagmorgen angelaufen.

Riesen-Kran von Windpark Baltic II abgezogen

Aus Angst vor möglichen Sturmschäden ist bereits ein Riesenschwimmkran am Mittwoch von der Ostsee abgezogen worden. Das 102 Meter lange Schwerlast-Schiff  "Svanen" war an der Offshore-Baustelle des Windparks Baltic II rund 30 Kilometer vor der Küste Rügens im Einsatz und liegt jetzt im Fährhafen Sassnitz, wie ein Hafensprecher sagte. Die "Svanen" solle so lange am Hafenkai liegen, bis der Sturm vorübergezogen sei.

In den Bergen gibt es viel Schnee

Am Freitag schneit es zudem auf den Bergen in ganz Deutschland, auch Gewitter sind möglich. In Staulagen und an den Alpen gibt es bis zu 20 Zentimeter Neuschnee und starke Schneeverwehungen. Erst in der Nacht zum Samstag hört es allmählich auf zu schneien.

Vorkehrungen die Sie für den Sturm treffen sollten:

  • Schließen Sie alle Türen, Fenster, Dachfenster, Luken sowie Rollläden oder Fensterläden
  • Rollen Sie Markisen auf
  • Sichern oder bringen Sie im Freien stehende Gegenstände (z.B. Mülltonnen, Wäsche, Blumenkübel, Werkzeuge, Bretter, Platten, Planen, Folien usw.) unter Dach  
  • Stellen Sie Ihr Auto - wenn möglich - in die Garage
  • Stellen Sie Ihr Auto nicht unter Bäumen oder unmittelbar unter Häusern ab
  • Halten sie sich nicht in Zelten oder Wohnwagen, da aufgrund mangelnder Verankerung Umsturzgefahr besteht. Suchen Sie Unterschlupf in feststehenden Gebäuden
  • Bringen Sie Tiere in Sicherheit
     

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