Abgewählt:

Polit-Schwergewichte, die es nicht geschafft haben

Ob SPD, CDU oder Linke: In den neuen Fraktionen wird es einige bekannte Gesichter nicht mehr geben. Wie geht es nun mit ihnen weiter?

André Brie von den Linken ist im neu gewählten Landtag nicht mehr dabei.
Stefan Sauer André Brie von den Linken ist im neu gewählten Landtag nicht mehr dabei.

Der AfD-Erfolg bei den Wahlen wirbelt den Landtag durcheinander: Gestandene Abgeordnete, Partei-Urgesteine und erfahrene Strippenzieher haben es nicht mehr in das Parlament geschafft. Zu ihnen zählt auch Heinz Müller aus der Region Löcknitz. Müller unterlag als Direktkandidat dem der AfD. Pech für ihn: Auch der aussichtsreiche Listenplatz acht nutzte nichts, weil die Sozialdemokraten ebenso viele Mandate errangen wie sie Direktkandidaten ins Parlament brachten. „Ich werde mich beruflich nun neu orientieren“, sagte der 62-Jährige Ex-Lehrer.

Das gilt auch für Michael Silkeit von der CDU. Der innenpolitische Sprecher der Fraktion will nun in seinen Beruf als Polizist zurückkehren. Silkeit war lange Jahre auch Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in MV. Über die Ursache seiner Niederlage sei er sich noch nicht im Klaren: „Damit habe ich mich bisher noch nicht beschäftigt.

Promi-Linker geht von Bord

Nicht mehr drin ist auch Unions-Urgestein Bernd Schubert aus Ducherow, der AfD-Spitzenmann Matthias Manthei unterlag. Wie es nun mit Schubert weitergeht, werde man in Ruhe im Familienkreis besprechen, sagte er. Auf jeden Fall werde er nun wohl mehr Zeit für seinen Bürgermeisterposten in Ducherow und den Kreistag haben. „Vielleicht drehe ich ja dann wieder öfter meine Dorfrunden.“

Bei den Linken geht ein bundesweit prominentes Gesicht von Bord – André Brie. Der einstige Vordenker der Partei lag chancenlos auf Platz 26 der Landesliste. Die Sozialdemokraten verloren noch ihren Sozial- und Rechtsextremismus-Experten Julian Barlen.