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Politiker von Satire-Partei will Sellering herausfordern

Wie viele andere Kleinparteien will auch die Satire-Partei „Die Partei“ an der Landtagswahl 2016 teilnehmen. Der Parteitag in Rostock soll die Weichen dafür stellen. Landeschef Björn Wieland erzielte bei den Bürgermeister-Wahlen in Greifswald jüngst einen Achtungserfolg.

Björn Wieland will sich an diesem Wochenende beim Landesparteitag der Partei „Die Partei“ in Rostock zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2016 küren lassen.
Bernd Wüstneck Björn Wieland will sich an diesem Wochenende beim Landesparteitag der Partei „Die Partei“ in Rostock zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2016 küren lassen.

Meint der das wirklich ernst? Man weiß es nicht so genau, denn Björn Wieland, Landesvorsitzender der Satire-Partei „Die Partei“, zieht seine Rolle durch. „Natürlich ist das, was wir machen, absolut ernst gemeint“, beteuert der 25-jährige Greifswalder. Eine gewagte Behauptung angesichts der Tatsache, dass Wielands Partei auf Bundesebene unter anderem den Wiederaufbau der Mauer und die Einführung des einjährigen Schulsystems fordert.

Ins Leben gerufen hat die Bewegung der Satiriker Martin Sonneborn, der bei den EU-Parlamentswahlen 2014 mit 0,6 Prozent der deutschen Stimmen einen Sitz im EU-Parlament errungen hatte. Für MV hat der Landesverband noch kein eigenes Programm, was sich nun ändern soll: Am Samstag sind die nach eigenen Angaben rund 200 Mitglieder zum Parteitag in Rostock eingeladen. Wieland stellt sich zur Wiederwahl als Vorsitzender.

Zuletzt war der Student im April für seine Partei in den Greifswalder Oberbürgermeister-Wahlkampf gezogen. Als einer von insgesamt nur drei Kandidaten warb er auf seinen Plakaten mit Sprüchen wie „Schönheit vor Alter“ und „Viel Bier hilft viel“. Im ersten Wahlgang holte er damit immerhin 6,1 Prozent der Stimmen. Bereits damals hatte er angekündigt, er wolle kommendes Jahr Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) herausfordern.