Angriff mit Glasscherbe:

Polizei beendet Streit in größtem Flüchtlingsheim in MV

In einer Flüchtlingsunterkunft in Nostorf ist es zu einem Streit zwischen zwei Bewohnern gekommen. Die Polizei rückte daraufhin mit einem Großaufgebot an.

Die Polizei war mit rund 30 Beamten vor Ort.
Nordkurier Die Polizei war mit rund 30 Beamten vor Ort.

Bei einem Streit in der Landes-Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Nostorf/Horst (Kreis Ludwigslust-Parchim) ist ein 38-jähriger Mann verletzt worden. Die Polizei konnte die nächtliche Auseinandersetzung, bei der sich am Ende etwa 15 bis 20 Menschen gegenüberstanden, mit einem Großaufgebot friedlich beenden, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch in Rostock sagte.

Nach ersten Ermittlungen hatte ein 23 Jahre alter Bewohner den Älteren mit einer Glasscherbe angegriffen. Der Grund war noch unklar. Der Angegriffene wurde mit Schnittverletzungen am Arm in ein Krankenhaus gebracht, konnte die Klinik aber danach wieder verlassen, hieß es. Der mutmaßliche Angreifer wurde vorläufig festgenommen. Die Polizei war mit knapp 30 Beamten aus Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen im Einsatz.

Sie ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Die Erstaufnahmeeinrichtung ist eine ehemalige Kaserne mit rund 600 Plätzen, die zuletzt etwas mehr als zur Hälfte belegt waren, die derzeit größte Flüchtlingsunterkunft im Nordosten. Einen Teil der Plätze nutzt die Hansestadt Hamburg als Gemeinschaftsunterkunft.

Zuvor war es im Januar und im März zu ähnlichen Polizeieinsätzen nach Auseinandersetzungen in Nostorf/Horst gekommen. Nach Kritik von Linken an der angeblich abgeschiedenen Lage der Asylunterkunft hatten im März AfD-Landespolitiker aus Schwerin das Heim besucht und die Betreuung und das vielfältige Angebot gelobt.