Bundesweite Aktion:

Polizei durchsucht Wohnungen in Mecklenburg-Vorpommern

Sie tauschten fremdenfeindliche Inhalte auf Facebook aus und verherrlichten den Nationalsozialismus. Die Wohnungen der Hass-Poster wurden am Mittwoch durchsucht.

Bei einer Razzia gegen die Mitglieder einer Facebook-Gruppe wurden auch in Mecklenburg-Vorpommern Wohnungen durchsucht.
Julian Stratenschulte Bei einer Razzia gegen die Mitglieder einer Facebook-Gruppe wurden auch in Mecklenburg-Vorpommern Wohnungen durchsucht.

Bei einer bundesweiten Aktion gegen Hass-Kriminalität im Internet hat die Polizei am Mittwoch auch Wohnungen in Mecklenburg-Vorpommern durchsucht. Das bestätigte eine Sprecherin des Landeskriminalamtes in Rampe bei Schwerin. Nach Angaben des Bundeskriminalamtes wurden in mehreren Bundesländern die Wohnräume von rund 60 Beschuldigten durchsucht. Die Wiesbadener Behörde koordinierte den bundesweiten Einsatztag.

Facebook-Gruppe verherrlichte Nationalsozialismus

Zur Hass-Kriminalität im Internet zählen Delikte wie Bedrohung, Verunglimpfung, extremistische Inhalte, die Androhung von Gewalt oder der öffentliche Aufruf zu Straftaten. Hass-Postings nehmen nach Erkenntnissen der Ermittler stetig zu. Die vermeintliche Anonymität im Netz lasse die Hemmschwelle sinken. Die Polizei rät Nutzern, Anzeige zu erstatten, wenn sie auf Hass-Postings treffen.

Im Zentrum der Aktion am Mittwoch standen Ermittlungen gegen eine Facebook-Gruppe, deren Mitglieder zwischen Juli und November 2015 den Nationalsozialismus verherrlicht sowie fremdenfeindliche, antisemitische und rechtsextremistische Inhalte ausgetauscht haben sollen.