Durchsuchung in Stavenhagen:

Polizei stürmt zwei Wohnungen

Ein Großaufgebot mit vermummten Polizeikräften durchsucht zwei Wohnungen im Stavenhagener Neubaugebiet. Die Kripo vermutet Drogen. Ein Mann wird festgenommen.

In diesen Blocks in der Geschwister-Scholl-Straße wurden zwei Wohnungen durchsucht.
Eckhard Kruse In diesen Blocks in der Geschwister-Scholl-Straße wurden zwei Wohnungen durchsucht.

Die Geschwister-Scholl-Straße in Stavenhagen erinnerte am Donnerstag eher an die Gangsterviertel von Chicago als an die beschauliche Kleinstadt des plattdeutschen Dichters Fritz Reuters. Polizisten mit Maschinenpistolen postierten sich vor einer Haustür. Die Beamten versteckten ihre Gesichter hinter Schutzmasken. Gemeinsam mit Kripobeamten verschafften sie sich Zutritt in zwei Wohnungen in der Straße. In einem Fall sogar gewaltsam. Passanten hatten schon gegen 7 Uhr beobachtet, dass sechs Fahrzeuge anrückten. Etwa 15 Polizeikräfte stiegen aus.

Die maskierten und bewaffneten Männer und Frauen sicherten einen überregionalen Einsatz der Neubrandenburger Kriminalpolizei ab. Die Kripo war zwei mutmaßlichen Tätern auf der Spur und sollte für die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg zwei Wohnungen in der Geschwister-Scholl-Straße durchkämmen – mit Durchsuchungsbefehl.

„Die Sicherheitskräfte waren angefordert worden, weil in einer Wohnung mit Gewalt und Widerstand zu rechnen war“, erläuterte Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler in Neubrandenburg. Einer der Mieter öffnete seine Wohnung dann freiwillig. Nicht so der andere. Die Polizisten musste die Wohnungstür eintreten.

Was suchte die Polizei? Drogen. Laut Oberstaatsanwalt haben seine Behörde und die Kripo zwei Stavenhagener auf dem Kieker – weil sie vermutlich illegal mit Drogen gehandelt haben. „Und das nicht in geringem Umfang“, sagte er. Für den einen der beiden 26 und 27 Jahre alten Männer hatte das Amtsgericht sogar einen Haftbefehl ausgestellt. „Er wurde festgenommen“, sagte Staatsanwalt Zeisler. Den anderen Mann habe die Polizei allerdings nur zur Vernehmung mitgenommen.

Die Hausdurchsuchungen waren offenbar von Erfolg gekrönt. „In einer Wohnung wurden Betäubungsmittel sichergestellt“, berichtete Gerd Zeisler. Die Beamten kassierten vorübergehend auch ein größeres BWM-Modell ein.

 

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