Körperverletzung:

Polizeibeamter räumt Reizgasattacke als AfD-Mann ein

Er sei in Panik gewesen und habe einen Angriff befürchtet: Ein 53-Jähriger hat den Einsatz von Reizgas an einem Wahl-Stand der "Alternative für Deutschland" zugegeben.

Der Prozess gegen einen Polizeibeamten findet am Schweriner Amtsgericht statt.
Jens Büttner Der Prozess gegen einen Polizeibeamten findet am Schweriner Amtsgericht statt.

Ein hochrangiger Polizeibeamter in Mecklenburg-Vorpommern hat vor Gericht eine Reizgas-Attacke als AfD-Wahlkämpfer vor fast zwei Jahren eingeräumt. Der Beamte habe Panik empfunden und überreagiert, als zwei junge Männer auf den Stand in Schwerin zukamen und Konfetti warfen, sagte der Anwalt des 53-Jährigen zum Prozessauftakt am Dienstag im Schweriner Amtsgericht.

Sein Mandant habe einen tätlichen Angriff befürchtet. Er soll das Reizgas auf Oberkörper und Gesichter der Männer gesprüht haben. Anschließend ging der AfD-Politiker laut Anklage in eine Zoohandlung und kaufte ein Tierabwehrspray, sprühte etwas davon in einen Mülleimer und überreichte das weniger aggressive Spray der Polizei. In der Einkaufspassage erlitten demnach mehrere Menschen Hustenanfälle. Der Mann ist wegen Körperverletzung angeklagt.

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Kommentare (2)

Es ist schon bedauerlich, dass dieser Polizist nicht zu seinem Handeln stand, als es um die Beweisaufhnahme ging. Die Verschleierungsabsicht ist ja wohl bewiesen. M.E. ein feiger Typ, der zumindest disziplinar zu maßregeln ist. Hans Schommer Hohenbollentin

... in seiner Freizeit straftatverschleiernd agiert, wie ist dieser dann im Dienst unter Arbeitsdruck drauf?