25 Jahre Landespolizei:

Polizeigewerkschaft gegen Stellenabbau

Jahrelang war auch die Polizei vom planmäßigen Personalabbau in Landesbehörden betroffen. Die Stellenstreichungen dort wurden aber vorübergehend gestoppt. Die Gewerkschaft der Polizei verlangt mehr.

Bernd Wüstneck Christian Schumacher, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP)

Die befristete Verlängerung für 47 Dienststellen löst nach Ansicht der Polizeigewerkschaft GdP das Grundsatzproblem der unzureichenden Personalausstattung der Polizei in Mecklenburg- Vorpommern nicht. "Damit reagiert die Regierung auf aktuelle Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Zustrom der Flüchtlinge. Die dauerhafte Überlastung vieler Kollegen wird damit nicht beendet", sagte der GdP-Landesvorsitzende Christian Schumacher.

Die Landespolizei leiste eine gute Arbeit und habe allen Grund am Samstag, ihr 25-jähriges Bestehen zu feiern. "Man darf aber nicht vergessen, zu welchem Preis dies vielfach erkauft wird. Die Berge an Überstunden werden immer höher und unzureichende Erholungsphasen erhöhen die Krankheitsanfälligkeit", erklärte Schumacher. Jüngsten Statistiken des Innenministeriums zufolge fehlen Vollzugsbeamte im Nordosten durchschnittlich 37 Tage im Jahr wegen Krankheit.

Schumacher forderte die SPD/CDU-Regierung in Schwerin auf, den geplanten Personalabbau bei der Polizei nicht nur auszusetzen, sondern gänzlich zu stoppen.Die Argumentation, dass bei sinkender Bevölkerungszahl auch die Polizeistärke dezimiert werden könne, wies er zurück. "Die Fläche des Landes und die langen Wege bis zu den Einsatzorten bleiben die gleichen."

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung