Diskussion über Polizeistellen:

Polizeigewerkschaft kritisiert langsame Politik

Die Polizei im Land klagt über Personalmangel. Die CDU teilt diese Einschätzung und will gut 550 neue Stellen schaffen. Doch die SPD zögert vor allem aus einem Grund.

Die Polizeigewerkschaft verweist auf eine immer größer gewordene Belastung der Beamten und fordert mehr Stellen. Am heutigen Mittwoch gehen die Gespräche dazu in Schwerin weiter.
Jens Büttner Die Polizeigewerkschaft verweist auf eine immer größer gewordene Belastung der Beamten und fordert mehr Stellen. Am heutigen Mittwoch gehen die Gespräche dazu in Schwerin weiter.

Die Polizeigewerkschaft GdP hat enttäuscht darauf reagiert, dass sich SPD und CDU bei ihren Koalitionsverhandlungen noch nicht auf eine spürbare Aufstockung der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern einigen konnten. „Bei der Brisanz des Themas hätte man eine schnellere Verständigung erwarten können. Andere Bundesländer gehen da viel entschlossener zu Werke“, sagte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Christian Schumacher.

Er reagierte damit auf Aussagen von Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und Innenminister Lorenz Caffier (CDU), wonach die kostenträchtige Personalaufstockung in den Verhandlungen am Dienstag zunächst ausgeklammert worden war. Die CDU hatte im Wahlkampf 555 Extra-Stellen gefordert. Die SPD hingegen verweist auf eine bereits hohe Polizeidichte und hält die Forderungen für überzogen. Am Mittwoch soll erneut über das Thema verhandelt werden.

Im Schnitt 37 Fehltage pro Jahr

„Wer nur die Relation von Polizei zu Einwohner betrachtet, verkennt dass wir ein Flächenland mit weiten Wegen sind. In Rostock oder Schwerin fällt das nicht auf, in den ländlichen Regionen schon. Denn dort passiert es immer häufiger, dass man eine dreiviertel Stunde wartet, ehe die Polizisten da sind“, monierte Schumacher.

Die Polizei gewährleiste mit großem Einsatzwillen die öffentliche Sicherheit und Ordnung, aber wirklich erfolgreiche Polizeiarbeit finde kaum noch statt. „Die Stimmung ist am Nullpunkt“, sagte Schumacher unter Hinweis auf die Vielzahl von Überstunden und wachsende Krankenstände. Statistiken des Innenministeriums zufolge fehlen Vollzugsbeamte durchschnittlich 37 Tage im Jahr wegen Krankheit.

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Kommentare (2)

Jetzt nachdem die Wahl vorbei ist,kehrt wieder Alttag in die Politik ein,Versprechungen sind Schall und Rauch. Warum,für die innere Sicherheit keine Gelder mehr vorhanden sind ist für mich unerklärlich. Vielleicht sollten die Verantwortlichen einmal die Gelder für die s.g Flüchtlinge radikal kürzen,dann wäre bestimmt Geld für mehr Polizei vorhanden,die dann die einheimische Bevölkerung dann besser vor der Kriminalität schützen kann.

Lesen Sie den NK-Artikel, dann müssen Sie auch keinen Senf verschiessen.