Auschwitz-Verhandlung:

Prozessauftakt gegen KZ-Sanitäter Hubert Z. weiter offen

War es erst der Angeklagte, der den Prozessbeginn bereits zwei mal hinausschob, ist es nun ein anderer Grund.

Wann der Prozess gegen Hubert Z. vor dem Landgericht in Neubrandenburg beginnt, ist weiterhin unklar.
Bernd Wüstneck Wann der Prozess gegen Hubert Z. vor dem Landgericht in Neubrandenburg beginnt, ist weiterhin unklar.

Eigentlich sollte das Verfahren gegen Hubert Z. längst begonnen haben. Doch bereits zwei Mal wurde der Prozessauftakt wegen der gesundheitlichen Verfassung des bei Neubrandenburg lebenden Angeklagten vertagt. Der 95-Jährige war wegen Bluthochdruck zu den Gerichtsterminen Ende Februar und Mitte März nicht erschienen.

Zum Prozessauftakt sind zwei Gutachter geladen, die den jetzigen Gesundheitszustand des Mannes beurteilen und damit seine Verhandlungsfähigkeit feststellen sollen. Nun teilte das Landgericht Neubrandenburg mit, dass auch der für den 30. März anberaumte Prozesstermin verschoben wird. Grund dafür sei laut Gerichtssprecher Carl Christian Deutsch der Auslandsaufenthalt einer der Gutachter. "Ein neuer Termin wird so bald als möglich anberaumt", sagte Deutsch.

Die Staatsanwaltschaft wirft Hubert Z. Behilfe zum Mord in mindestens 3681 Fällen vor. Von August bis September 1944 soll der Angeklagte als SS-Sanitäter im KZ Auschwitz-Birkenau stationiert gewesen sein.

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