Razzia gegen rechtsextreme "Oldschool Society":

Terrorverdächtiger lebt in Vorpommern

Die Bundesanwaltschaft hat vier Mitglieder der rechtextremen „Oldschool Society“ festgenommen. Eine Spur führt auch nach Vorpommern.

Im Zuge der Ermittlungen gegen eine rechte Terrorgruppen führt auch eine Spur nach Vorpommern.
dpa Im Zuge der Ermittlungen gegen eine rechte Terrorgruppen führt auch eine Spur nach Vorpommern.

Überraschender Polizeieinsatz am Mittwoch in Wilhelmsburg (Vorpommern-Greifswald). Beamte des Sondereinsatzkommandos (SEK) durchsuchten eine Wohnung in dem Dorf bei Ferdinandshof. Im Visier der Fahnder: Ein junger Mann, der dem rechtsextremen Milieu zuzuordnen ist. Darauf deutet das Facebook-Profil des Verdächtigen.

Auch wenn es offiziell nicht bestätigt wurde, stand der SEK-Einsatz offensichtlich im Zusammenhang mit einem bundesweiten Schlag gegen die rechtsterroristische Vereinigung „Oldschool Society“ (OSS). Im Zuge von Razzien in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Rheinland-Pfalz wurden vier deutsche Staatsangehörige festgenommen: Andreas H. (56 Jahre), Markus W. (39),
Denise Vanessa G. (22) und Olaf O. (47). Laut Spiegel-Online stammen zwei der Festgenommenen aus Sachsen, die anderen beiden aus Augsburg beziehungsweise Bochum. Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft, die die Federführung bei den Ermittlungen gegen die OSS übernommen hat, wollte dies weder bestätigen noch dementieren. Ebenso hielt er sich bedeckt, was die Fahndungsziele in MV betrifft. Auch das Polizeipräsidium Neubrandenburg sowie das Landeskriminalamt MV äußerten sich nicht.

Laut Pressemitteilung der Bundesanwaltschaft „war es das Ziel der Vereinigung, innerhalb Deutschlands in kleineren Gruppierungen Anschläge auf namhafte Salafisten, Moscheen und Asylbewerberunterkünfte zu begehen“. Zu diesem Zweck hätten sich die vier Festgenommenen nach bisherigen Erkenntnissen Sprengmittel für etwaige terroristische Anschläge der Gruppe beschafft. Ob es bereits konkrete Anschlagsziele der OSS gebe, müssten die weiteren Ermittlungen zeigen.

Weiterführende Links

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung