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Reh durchbricht Reihe der Treiber

Seit Monaten grasten Rehe am Rand der A20 bei Rostock und gefährdeten den Verkehr. Zuerst war geplant, die Tiere zu töten. Dagegen formierte sich Widerstand. Nun sollen die Rehe von rund 40 Treibern verscheucht werden. Dafür wird sogar die Ostsee-Autobahn gesperrt.

Zur Vertreibung der "Autobahn-Rehe" bei Rostock wird die A20 für bis zu acht Stunden voll gesperrt werden.
Jens Büttner Zur Vertreibung der "Autobahn-Rehe" bei Rostock wird die A20 für bis zu acht Stunden voll gesperrt werden.

Die großangelegte Aktion zur Vertreibung der Rehe auf der Ostsee-Autobahn bei Rostock ist nicht ganz reibungslos gestartet. In den ersten zwei Stunden nach Beginn der Vollsperrung eines 15 Kilometer langen A20-Abschnitts konnte am Mittwochvormittag ein Tier von den rund 40 Treibern durch einen eigens geöffneten Wildzaun verjagt werden, wie ein Sprecher des Verkehrsministeriums in Schwerin sagte. Ein zweites Reh sei auf die Treiber zugelaufen und habe ihre Reihe durchbrochen. Die Rehe grasten seit Monaten am Rand der Autobahn und gefährdeten den Verkehr.

Weit sollte das entwichene Reh aber nicht kommen. In beiden Richtungen seien in einiger Entfernung Zäune quer über die Fahrbahn errichtet worden, sagte der Sprecher. Die Treiber sollten am Mittwoch einen weiteren Versuch unternehmen, das Tier zur geöffneten Stelle im Zaun zu dirigieren.

Die Ostsee-Autobahn war kurz nach 9.00 Uhr zwischen den Anschlussstellen Dummerstorf und Sanitz gesperrt worden. Die Sperrung sollte bis zu acht Stunden andauern. 12 Jäger und 25 Mitarbeiter der Autobahnmeisterei sollten die Rehe verscheuchen. Dazu wurde der Zaun auf beiden Seiten der Autobahn auf jeweils etwa 40 Metern Länge geöffnet. Ursprünglich sollten die Rehe getötet werden. Dagegen gab es jedoch Widerstand aus dem Landesumweltministerium.