Polizei ermittelt:

Reporter nach MVgida-Demo angegriffen

Ein MVgida-Demonstrant soll einen Fotojournalisten nach einem Aufmarsch in Grevesmühlen ins Gesicht geschlagen haben. Das Opfer wurde leicht verletzt.

Am Rande einer MVgida-Demonstration in Grevesmühlen soll es zu einem tätlichen Angriff auf einen Reporter gekommen sein.
Stefan Sauer/Archiv Am Rande einer MVgida-Demonstration in Grevesmühlen soll es zu einem tätlichen Angriff auf einen Reporter gekommen sein.

Nach einem Angriff auf einen Reporter im Anschluss an einen MVgida-Aufzug am Montagabend in Grevesmühlen (Kreis Nordwestmecklenburg) ermittelt die Polizei gegen einen Verdächtigen. Es handele sich um einen Demonstranten aus dem MVgida-Aufzug, wie ein Polizeisprecher am Dienstag in Rostock sagte. Der Verdächtige soll dem freien Fotojournalisten vor Zeugen mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben.

Im Vorfeld waren laut Polizei rund 160 Menschen bei der MVgida-Veranstaltung durch Grevesmühlen gezogen. Die Vereinigung wird landesweit zu großen Teilen von Rechtsextremen dominiert. So trat der Fraktionschef der NPD im Landtag, Udo Pastörs, zuletzt als Hauptredner bei einer MVgida-Veranstaltung in Neubrandenburg auf.

In Grevesmühlen protestierten am Montagabend rund 120 Menschen mit einem Schweigemarsch unter dem Motto "Hand in Hand gegen Rassismus" gegen den MVgida-Aufzug. Darunter waren unter anderem die Schweriner Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) und Nordwestmecklenburgs Landrätin Kerstin Weiss (SPD).

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