Großeinsatz auf der Oberwarnow:

Retter suchen untergegangenen Schwimmer

Es sollte ein fröhlicher Betriebsausflug mit dem Tretboot werden. Doch plötzlich fiel ein 50-Jähriger ins Wasser. Seitdem fehlt von ihm jede Spur.

Rund 45 Kräfte von Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz und der DLRG beteiligten sich an der Suche.
Stefan Tretropp Rund 45 Kräfte von Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz und der DLRG beteiligten sich an der Suche.

Eine groß angelegte Vermisstensuche hat seit Dienstagnachmittag zahlreiche Rettungskräfte von Feuerwehr, Wasserschutzpolizei und DLRG bis in den späten Abend hinein gefordert. Beim Schwimmen in der Warnow bei Kessin ging plötzlich ein Mann unter. Die anwesenden Begleiter, mit denen der Mann schwamm, leiteten sofort eine eigenständige Suche ein und alarmierten zeitgleich Rettungskräfte.

Wie Mayk Tessin, Kreisbrandmeister im Landkreis Rostock, auf Nachfrage bestätigte, handelt es sich bei dem Vermissten um einen Feuerwehrmann der Berufsfeuerwehr Rostock. Dieser war privat mit elf Kollegen auf einem Partyboot - einem großen Tretboot - unterwegs. Er soll unseren Informationen zufolge aus der Feuerwache 2 in Lütten Klein stammen.

Retter fuhren mehrere Orte an

Rund 45 Kräfte von Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz und der DLRG beteiligten sich an der Suche. Da die Stelle, an der der Schwimmer untergegangen war, zunächst nicht zu lokalisieren war, fuhren die Retter mehrere Orte an. So versuchten die Helfer von Niex, Gragetopshof, Papendorf und schließlich von Kessin aus auf die Warnow zu kommen. Beim Olympischen Ruderclub (ORC) in Kessin ließen die Feuerwehren schließlich ihre Suchboote zu Wasser.

Die Suche wurde erst in den späten Abendstunden eingestellt und soll am Mittwoch fortgesetzt werden. Die Chancen, den Vermissten noch lebend zu finden, seien laut Mayk Tessin aufgrund der kalten Wassertemperatur "gleich Null". An der Suche war auch die Wasserschutzpolizei beteiligt.

Am Mittwoch wurde der 50-Jährige tot aus der Warnow geborgen.