Pegida-Ableger zieht sich zurück:

"Rogida"-Demonstration abgesagt

Das kommt überraschend: Nur einen Tag nach einer Demonstration Hunderter Menschen für Weltoffenheit und gegen Diskriminierung in Rostock hat der dortige Pegida-Ableger seine geplante Demonstration abgesagt. Die Hintergründe sind unklar. 

Die Demonstration vom vergangenen Montag hat offenbar Wirkung gezeigt: In Rostock hatten bis zu 800 Menschen gegen Pegida und für Weltoffenheit demonstriert.
Bernd Wüstneck Die Demonstration vom vergangenen Montag hat offenbar Wirkung gezeigt: In Rostock hatten bis zu 800 Menschen gegen Pegida und für Weltoffenheit demonstriert.

Die für den kommenden Montag in Rostock geplante Demonstration des Pegida-Ablegers "Rogida" wird nun wohl doch nicht stattfinden. Das erklärten Vertreter der Pegida-Organisationen in Mecklenburg-Vorpommern auf ihrer Facebook-Seite. Auch die Hansestadt Rostock bestätigte dies gegenüber dem Nordkurier. Demnach wird es am 12. Januar keinen "Spaziergang" in Rostock geben. Stattdessen mobilisieren die unter dem Namen "Mvgida" operierenden Organisatoren zu zwei voneinander getrennten Demonstrationen in Stralsund und Schwerin.

Gegen den geplanten Aufmarsch von Pegida-Anhängern in Rostock hatte es bereits am vergangenen Montag und damit eine Woche vor dem geplanten Aufmarsch Proteste gegeben. Laut Polizeiangaben versammelten sich in der Rostocker Innenstadt bis zu 800 Menschen, um für Weltoffenheit und gegen Diskriminierung zu demonstrieren. Auch für den kommenden Montag hatte ein breites Bündnis zu Protesten gegen die Rogida-Kundgebung in Rostock aufgerufen. Im Internet hatten bereits mehr als 1000 Menschen ihre Teilnahme zugesagt.

Kommentare (1)

vielleicht waren die Rostocker alle in Dresden , in Berlin war ja auch nichts los - seit das Elbtal den Weltkulturerbetitel verloren hat ist so etwas dort eben als lokales Phänomen denkbar