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Rostocker Christopher Street Day feiert Ehe für Alle

Bei der Rostocker Parade gibt es allen Grund zur Partystimmung. Doch der Kampf um Gleichberechtigung ist trotz der historischen Entscheidung zur Ehe noch nicht gewonnen, da sind sich die Redner einig.

Die Ministerpräsidentin von MV, Manuela Schwesig (SPD), hat die Parade in Rostock eröffnet. Laut den Veranstaltern hat das noch kein Regierungschef zuvor getan.
Stefan Sauer Die Ministerpräsidentin von MV, Manuela Schwesig (SPD), hat die Parade in Rostock eröffnet. Laut den Veranstaltern hat das noch kein Regierungschef zuvor getan.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat am Samstag in Rostock den Christopher Street Day (CSD) eröffnet. Nach Angaben der Veranstalter hat vor ihr noch kein Regierungschef den Start der Rostocker Parade der Homo-, Bi- und Transsexuellen verkündet.

„Ich möchte, dass Mecklenburg-Vorpommern ein weltoffenes, buntes Land ist, in dem die Menschen, die bereit sind Verantwortung füreinander zu übernehmen, die sich lieben, auch frei leben können”, sagte Schwesig mit Blick auf die im Juni durch den Bundestag ermöglichte Ehe für Alle. „Es geht um Respekt, um Toleranz, Verantwortung für einander und Zusammenhalt, anstatt Spaltung und Ausgrenzung.”

3000 Menschen zogen durch die Hansestadt

Die Feiern zum CSD, an dem in Rostock nach Veranstalterangaben rund 3000 Menschen teilnahmen, stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Demonstriere laut, wähle klug – Dein Kreuz für Akzeptanz und Menschlichkeit” und wollen dazu aufrufen, bei der Bundestagswahl im September für die Rechte von Minderheiten und für gesellschaftliche Vielfalt einzutreten. Einig waren sich Redner und Organisatoren, dass der Kampf um Gleichberechtigung noch nicht gewonnen sei.

„Homophobie, Transphobie ist immer noch Alltag. In vielen anderen Staaten, aber auch bei uns im Land”, sagte Schwesig. Homophobe Schimpfworte seien Alltag auf Schulhöfen. „Mit der gleichgeschlechtlichen Ehe allein ist es nicht getan”, hatte auch der Sprecher des CSD-Vereins, Veit Pürsing, zu einem früheren Zeitpunkt gesagt. So dürften homo- und bisexuelle Männer etwa noch immer kein Blut spenden.

Neben Schwesig hatten auch Vertreter von Linken, SPD, Grünen und FDP bei der Auftaktveranstaltung gesprochen. Im Anschluss liefen die Teilnehmer in einem bunten Zug durch die Rostocker Innenstadt, an dem elf Lastwagen teilnahmen.

Kommentare (9)

düb, düb düb, di düb

bespuckt, getreten und beleidigt worden wären die Teilnehmer dieses Marsches in fast allen anderen Teilen der Welt. So in Südamerika, Russland, Arabien und in ganz Afrika. In eingen Ländern müssten sie soagar um ihr Leben fürchten, wenn sie sich outeten. Das ist leider die Wahrheit, denn so liberal wie Westeuropa, Kanada, Neuseeland oder Kalifornien sind auch heute noch nur die wenigesten Länder in dieser Frage. Ich hoffe, diese Leute wissen ihre mühsam erkämpften Freiheiten auch zu schätzen. Sie sind alles andere als selbstverständlich.

"Loide, Zeit zum Feiern! Sich lieb haben und so!" ... *Stimmungskanone erscheint* ... "IHR WERDET ZUSAMMENGESCHLAGEN, BESPUCKT, GETRETEN UND BELEIDIGT ..." xD to be continued ...

... ist Ministerpräsidentin und eröffnet den CSD in M-V. Man mag es kaum glauben!

https://www.youtube.com/watch?v=fVMEAJC4r-M

Und es sieht so aus, als hätte er nicht verstanden, dass es auch weibliche Homosexuelle gibt, wenngleich auch viel weniger. Frau Schwesig gehört übrigens nicht dazu. Weil sie sich weltoffen geben will, hat sie den CSD eröffnet. Eigentlich gehören "Heten" ja nicht dorthin.

dass ICH_EBEN weiß, dass es auch Lesben gibt und sein Kommentar sarkastisch gemeint war und er damit ausdrücken wollte, dass es sich hier möglicherweise vorwiegend um Wahlwerbung der Dame handelt. Der Pleonasmus "... Frau ist Ministerpräsidentin ..." ist sein bisher einziger und somit auch schlimmster mir bekannter Verstoß gegen die Genfer Konvention, oder Gender Konvention - wer auch immer hier zuständig ist. Als Wiedergutmachung solla 100x in Folge "Redundanz ist doof" schreiben. Es sei denn, der Pleonasmus war ebenso versteckte, sarkastische Kritik an overkillend gegenderter Sprache. Das glaubsch aber nicht. Wenn sich jemand ans Thema hält, dann ich eben :). In diesem Sinne, weiter mit dem Wetter. Vom Westen her erreichen uns strahlende Regenbögen und knuffig knuddelige Glitzereinhörner, begleitet von vereinzelten Zuckerwattewölkchen. Wurde aber auch Zeit, nach all dem Steinhagel.

Eine Frau regiert dieses Land. Sie ist (relativ) jung und hat ganz offenbar in meinem Sinne moderne Ansichten. Das ist alles, was ich sagen wollte. Traut man mir keine positiven Äußerungen zu? Allerdings: Natürlich ist eine Frau "MinisterpräsidentIN", so habe ich es in der Schule gelernt, Redundanz hin oder her. Natürlich gibt es HomosexuellInnen. Und selbstverständlich ist nicht jede Regung einer PolitikerIn Wahlkampfgetöse. In diesem Sinne: Schönen Sonntag und freut euch des Lebens!

Kaum drehste uns für ein kurzes Nickerchen den Rücken zu und schon bemalen wir Dein Gesicht im Schlaf heimlich mit Penisbildern. Zuuu meiner Verteidigung ... *davon schleich* ... für die Lebensfreude steht heute Two Princess von den Spin Doctors auf der akustischen Speisekarte. Dir auch 'n Schönen :).