Für bessere Bildung:

Rostocker Studenten demonstrieren

An den Hochschulen in Deutschland rumort es, die Studenten sind unzufrieden. Zu wenig Geld, zu wenig Dozenten, zu lange Studiendauer. Auch in Rostock gehen die Studenten auf die Straße.

Rund 600 Studenten demonstrierten bereits in Greifswald. Nun gehen auch die Rostocker auf die Straße.
Bernd Wüstneck Rund 600 Studenten demonstrierten bereits in Greifswald. Nun gehen auch die Rostocker auf die Straße.

Mehrere Hundert Studenten sind am Mittwoch in der Rostocker Innenstadt für eine bessere Bildung demonstrieren gegangen. Die Demonstration, zu der in allen Hochschulen Mecklenburg-Vorpommerns aufgerufen wurde, geht im Rahmen der bundesweiten Aktion "Bildungsstreik 2014" über die Bühne. Einer der Hauptkritikpunkte ist die chronische Unterfinanzierung der Hochschulen. Diese führe beispielsweise dazu, dass viele nicht fest angestellte Dozenten oder wissenschaftliche Mitarbeiter unter prekären Bedingungen arbeiten müssten. Auf den Leitungsebenen der Hochschulen werden dieses Problem kaum wahrgenommen.

Erschwerend komme hinzu, dass nach dem Ausscheiden von Hochschulen-Mitarbeitern deren Stellen nicht übergangslos wieder besetzt werden. Diese sogenannte Vakanzhaltung behindere massiv den Lehrbetrieb, hieß es. In Rostock komme der teils miserable Zustand der Hochschulgebäude hinzu.

Mit ihrer Demonstration wollen die Studenten in ganz Deutschland darauf aufmerksam machen, dass der Bund trotz der aktuell wirtschaftlich guten Lage nicht ausreichend in seine Hochschulen und Universitäten investiert. Bundesweit werde an fast allen Hochschulen über zu volle Hörsäle oder zu wenig Dozenten geklagt. Deshalb könnten viele Studien erst weit über die Regelstudienzeit hinaus abgeschlossen werden.

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