Bildungsminister reagiert:

Nach Kinderporno-Urteil soll Rügener Lehrer entlassen werden

Das Verfahren gegen einen 34-Jährigen wegen des Besitzes von Kinderpornos lief bereits, als er Lehrer auf Rügen wurde. Wieso blieb das unbemerkt?

Der verurteilte Mann unterrichtete auch an der durch Missbrauchsfälle in Verruf geratenen Odenwaldschule in Hessen.
Boris Roessler Der verurteilte Mann unterrichtete auch an der durch Missbrauchsfälle in Verruf geratenen Odenwaldschule in Hessen.

Nach der Verurteilung eines zuletzt auf Rügen tätigen Lehrers aus Hessen wegen des Besitzes von Kinderpornos treibt das Bildungsministerium in Schwerin dessen Entlassung aus dem Schuldienst voran. Es werde dafür Sorge getragen, dass der 34-Jährige nach dem Ende der Winterferien in gut einer Woche nicht wieder vor die Klasse trete, versicherte am Donnerstag ein Ministeriumssprecher.

Aus der Personalakte des Mannes sei nicht hervorgegangen, dass ein Strafverfahren gegen ihn laufe und er habe dies auch in der vor der Ernennung zum Beamten auf Probe abgeforderten Erklärung verschwiegen. Das Amtsgericht im hessischen Bensheim hatte den Mann als „pädophil und latent gefährlich“ eingeschätzt und ihn am Mittwoch zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zwei Monaten ohne Bewährung verurteilt.

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