Den Volkshochschulen fehlen die Lehrer:

Rüstige Rentner gesucht

Immer weniger hauptberufliche Lehrer haben Zeit für abendliche Kurse. Deshalb ist jeder gefragt, der anderen etwas vermitteln will.

Die Vorsitzende des Volkshoch­schulverbandes des Landes, Ines Schmidt, ermuntert jeden, sich als Lehrer zu melden.
Jens Büttner Die Vorsitzende des Volkshoch­schulverbandes des Landes, Ines Schmidt, ermuntert jeden, sich als Lehrer zu melden.

Die Volkshochschulen im Land sind zum Start des neuen Schuljahres emsig auf der Suche nach Lehrern. Die Lehrkräfte an den allgemeinbildenden Schulen arbeiten wieder Vollzeit und stehen so weniger für abendliche Kurse zur Verfügung, wie die Direktorin des Volkshochschulverbandes, Ines Schmidt, in Schwerin sagte. In diesen Tagen beginnt an den 18 Volkshochschulen im Land das Wintersemester 2013/14. Häufig leiten Ruheständler die Kurse. Darüber hinaus suchten die Volkshochschulen immer Menschen, die besondere Fähigkeiten und Kenntnisse oder Hobbys haben, die sie an andere weitergeben wollen. „Wer sich dazu pädagogisch nicht genügend geschult fühlt, kann bei uns eine erwachsenenpädagogische Basisqualifizierung durchlaufen“, sagte Schmidt. Häufig würden sich Muttersprachler als Fremdsprachenlehrer anbieten.

Insgesamt würden im Land Kurse in 20 Fremdsprachen angeboten. Sie machen an den Volkshochschulen nach Angaben des Verbandes etwa 30 Prozent aller Kurse aus und liegen damit gleichauf mit den Gesundheitskursen, die immer stärker nachgefragt werden. Besonders hoch in der Gunst stünden Präventionskurse, zu denen die Krankenkassen einen Zuschuss geben. Dazu gehörten etwa Rückenschulen, Yoga und Pilates, Aquagymnastik, Muskelentspannung, Nordic Walking, Qigong und Tai Chi.

Daneben gibt es auch Kurse zu ausgefallenen Themen wie Kerbschnitzerei in Holz, Lichtobjekte aus Porzellan, einen Grundkurs in der Sütterlin-Schrift, Orientalische Tänze, Weidengeflechte, Obstbaumschnitte oder Schmieden. Im Jahr 2012 registrierten die Volkshochschulen im Land rund 5000 Kurse mit etwa 53 600 Teilnehmern, und damit etwas mehr als im Jahr zuvor.

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