Letzter Zoo-Elefant in MV :

Sara ist gestorben

Mit dem Tod der Elefantendame "Sara" in Rostock geht in Mecklenburg-Vorpommern eine Ära zu Ende. Kein Zoo hält mehr die grauen Dickhäuter. Sie scheitern an den Haltungsvorschriften der EU.

Sara ist in Menschenjahren etwa 90 geworden.
Bernd Wüstneck, dpa-Archiv Sara ist in Menschenjahren etwa 90 geworden.

In Mecklenburg-Vorpommerns Zoos werden seit Mittwoch keine Elefanten mehr gehalten. In Rostock schläferte ein Tierarzt am Morgen die 51 Jahre alte, von Alterskrankheiten gezeichnete Elefantendame "Sara" ein, wie der Zoo mitteilte. Sie sei die älteste afrikanische Elefantenkuh in einem europäischen Zoo gewesen. Ihr Alter sei vergleichbar mit einem Menschenalter von 90 Jahren. Das Skelett von "Sara" soll künftig in der zoologischen Sammlung der Universität Rostock zu Ausstellungs- und Lehrzwecken dienen.

Seit drei Jahren wohnte sie mit Kamerunschafen zusammen

"Sara" war ein Wildfang aus Afrika, geboren vermutlich 1962. Seit 1964 lebte sie in Rostock, davon viele Jahre mit weiteren Elefanten in einer kleinen Herde. Ihre letzte Artgenossin im Zoo mit Namen "Bibi" starb 2009. Seither lebte die als dominant beschriebene Elefantendame allein. Zu ihrer Unterhaltung waren 2010 einige Kamerunschafe in das Gehege eingezogen.

Der Rostocker Zoo beendet mit dem Tod von "Sara" die Haltung von Elefanten, wie es weiter hieß. "Die Auflagen der europäischen Haltungsrichtlinien für ein Elefantencamp sind im Interesse der Tiere zu Recht sehr hoch gesetzt. Die enormen Investitionen in Millionenhöhe könnten der Zoo Rostock und die Hansestadt derzeit nicht leisten", erklärte Zoodirektor Udo Nagel.

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