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Schlager-Rebellen können sich über neues Radio freuen

Bisher kamen Schlager-Hörer in MV nicht auf ihre Kosten. Doch nun geht ein Wunsch der Bürgerinitiative "Für mehr deutsche Musik im Radio" in Erfüllung.

Deutscher Schlager im Radio ist in MV bisher selten zu hören.
Karl-Josef Hildenbrand Deutscher Schlager im Radio ist in MV bisher selten zu hören.

Der Berliner Schlager-Sender Radio B2 darf in den nächsten zehn Jahren in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns senden. Der Landesmedienausschuss entschied, dem privaten Rundfunkanbieter MVP Lokalradio GmbH (Berlin) fünf freie UKW-Übertragungskapazitäten in Schwerin, Wismar, Rostock, Stralsund und Greifswald zu übertragen. Das teilte die Landesmedienanstalt am Donnerstag in Schwerin mit.

Die Bürgerinitiative "Für mehr deutsche Musik im Radio" in Mecklenburg-Vorpommern hatte sich während in der Entscheidungsphase für Radio B2 stark gemacht, das mit dem Slogan "Wir lieben Schlager" wirbt. Der Initiative zufolge sind viele Bürger im Nordosten empört, dass alle regionalen Sender im UKW-Bereich in Mecklenburg-Vorpommern überwiegend Musik in englischer Sprache senden. Vor allem am öffentlich-rechtlichen Landesprogramm NDR 1 Radio MV übt die Bürgerinitiative seit längerem Kritik, weil ihrer Ansicht nach zu wenig deutschsprachige Musik gespielt wird. Der Sender bezeichnet seine Musikauswahl als Ergebnis wissenschaftlich fundierter Medien- und Marktforschung.

Der Medienausschuss der Landesmedienanstalt hatte im November vorigen Jahres sechs lokale Frequenzen für private, kommerzielle Sender ausgeschrieben. Vier davon waren freigeworden, nachdem sich das Klassik Radio aus Hamburg im Juli 2015 zurückgezogen hatte. Zwei zusätzlich von der Bundesnetzagentur bereitgestellte Frequenzen wurden den Angaben zufolge für Stralsund und Greifswald ausgeschrieben. Acht private Radioveranstalter bewarben sich. Die zweite Frequenz für Stralsund ist den Angaben zufolge noch nicht vergeben worden.

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