Bibber-Wetter:

Schlussverkauf startet teilweise früher

Die Händler im Nordosten bleiben wegen des schlechten Wetters momentan auf ihren Sommerklamotten sitzen.

In den Läden locken bereits Rabatte.
Jens Wolf In den Läden locken bereits Rabatte.

Graue Wolken, Regen und niedrige Temperaturen – das Wetter im Nordosten fühlt sich derzeit alles andere als sommerlich an. Der maue Mai und der kühle Juni bereiten Einzelhändlern in Brandenburg und MV Sorgen.

Laut Tino Beig, Leiter der Neubrandenburger Geschäftsstelle des Einzelhandelsverbands Nord, werden derzeit Textilien, Schuhe und Sommermoden nicht in dem Maße gekauft wie sonst. Damit die Badehosen und Bikinis nicht über den ganzen Sommer im Lager schmoren, fangen einige Geschäfte sehr früh an zu reduzieren. In Neubrandenburg haben einige Läden bereits mit großen Rabattschildern den Sommerschlussverkauf eingeläutet.

Den Rotstift haben auch schon einige Geschäfte in Brandenburg angesetzt. Der Sommerschlussverkauf als Aktion des Handels müsse deshalb aber nicht früher als sonst, Ende Juli, stattfinden, sagt Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg. Denn das Konsumklima sei trotz des bisher enttäuschenden Sommers positiv. Der Einzelhandel ist trotz durchwachsener Geschäfte in den vergangenen Monaten optimistisch. Die gute Kauflaune federe Einbußen ab, sagt Busch-Petersen. Sein Kollege Tino Beig ist sich sicher, die Stimmung werde sich in den nächsten Tagen ändern, zumal jetzt mehr Touristen in die Region kommen.