Wohlenberger Wiek:

Schnabelwal wahrscheinlich tot

Der Irrgast aus dem Nordatlantik war in der vergangenen Woche zum letzten Mal in der Wismarbucht nahe der Insel Poel gesehen worden. Experten untersuchen jetzt die Todesursache.

Bei dem Schnabelwal in der Ostsee südwestlich von Wismar soll es sich um einen jungen Sowerby-Zweizahnwal gehandelt haben.
Michael Dähne/Archiv Bei dem Schnabelwal in der Ostsee südwestlich von Wismar soll es sich um einen jungen Sowerby-Zweizahnwal gehandelt haben.

Der Schnabelwal, der seit Ende September vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns schwamm, ist höchstwahrscheinlich tot. Am Morgen sei an der schwedischen Küste nahe Karlskrona ein toter Schnabelwal angespült worden, sagte der Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Harald Benke, am Freitag. Die ersten äußeren Merkmale des toten Tieres seien identisch mit dem Wal aus der Wohlenberger Wiek.

Kadaver wird in Stockholm untersucht

Zur genauen Identifikation würden jetzt noch Fotoaufnahmen der rechten Körperhälfte benötigt. Der Wal aus der Wohlenberger Wiek hatte dort markante Narben eines Neunaugenbisses. "Das ist eine traurige Nachricht", sagte Benke. Der vier Meter lange Wal - ein Sowerby-Zweizahnwal - hatte erst in der vergangenen Woche einen Weg aus den flachen Ostseegewässern um Wismar gefunden. Ein Sowerby-Zweizahnwal war bislang nur einmal - 1913 an der Greifswalder Oie - vor deutschen Ostseegewässern nachgewiesen worden. Ostseeweit gab es seit 1880 laut Meeresmuseum insgesamt 11 Nachweise. Das Tier ist nach Angaben des Meeresmuseums als Irrgast in die Ostsee gelangt. Sein natürliches Verbreitungsgebiet sind die Nordsee und Atlantik.

Die Todesursache ist noch unklar. Der Kadaver des in Schweden angelandeten Tieres soll im Naturhistorischen Museum in Stockholm untersucht werden.

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