Studie vorgelegt:

Schöner Norden, aber auch viele Sorgen

Eine Studie belegt: Mecklenburger und Vorpommern fühlen sich wohl in ihrem Bundesland. Bestwerte gab es auch für die Landesregierung. Das sehen viele Nordkurier-Leser allerdings anders.

Der Kreidefelsen auf Rügen gilt vielen als Sinnbild für die Schönheit Mecklenburg-Vorpommerns.
Jens Büttner Der Kreidefelsen auf Rügen gilt vielen als Sinnbild für die Schönheit Mecklenburg-Vorpommerns.

Die Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns sehen ihre Heimat auf einem guten Weg, beklagen 25 Jahre nach der Einheit aber auch noch deutliche Gerechtigkeitslücken zum Westen. Vor allem bei Löhnen und Renten wünschen sich die Menschen eine raschere Angleichung, geht aus einer repräsentativen Meinungsumfrage hervor, deren Ergebnisse am Dienstag vorgestellt wurden. Im Auftrag der Staatskanzlei hatte das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid Mitte September Telefoninterviews mit 1000 Bürgern des Landes geführt.

Umfrage des Nordkurier

Die Demoskopen ermittelten dabei auch Bestwerte für die Landesregierung: 70 Prozent der Befragten bescheinigten der SPD/CDU-Koalition unter Führung von Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) trotz bestehender Probleme am Arbeitsmarkt und Rückständen in der Wirtschaftsentwicklung eine „eher gute“ Arbeit.

Diese Ergebnisse widersprechen allerdings einer Umfrage, die der Nordkurier in Vorpommern und Ost-Mecklenburg unter der Fragestellung „Wie wollen wir leben?“ durchgeführt hat. 3200 Menschen hatten auf eine Leseraktion im September reagiert. Auf die Frage, ob die Landesregierung ausreichend für gleichwertige Lebensverhältnisse im Bundesland MV sorge, antworteten 85 Prozent mit Nein.

Nordkurier digital: Jetzt 6 Wochen zum Sonderpreis testen!